Bemerkenswerte Käferfunde aus Deutschland |
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03.12.2011 (publiziert am 03.12.2011)
Nachweis von Blaps mucronata in Mannheim-Schwetzingerstadt
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Am 03.12.2011 konnten zwei Exemplare des Totenkäfers Blaps mucronata vor einem Kellerfenster in Mannheim-Schwetzingerstadt nachgewiesen werden. Die stenotope Art kommt in Deutschland nur synanthrop in Kellern, Ställen und Lagerhäusern vor. Sie ist nachtaktiv und ernährt sich von pflanzlichen Abfallstoffen. In Deutschland liegen aktuellen Meldungen aus der Südhälfte sowie Schleswig-Holstein, dem Niederelbegebiet und Mecklenburg-Vorpommern vor. Als Kulturfolger ist die Art durch den modernen Wohnungsbau im Rückgang begriffen.
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30.10.2011 (publiziert am 30.10.2011)
Nachweis von Cymindis humeralis im Lampertheimer Wald (Südhessen)
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Am 30.10.2011 konnte im Lampertheimer Wald (Südhessen) ein Exemplar des Laufkäfers Cymindis humeralis unter einem Holzstück auf einer sandigen Freifläche gefunden werden. Die xerophile Art kommt in weiten Teilen Europas ohne den äußersten Norden und Süden vor. Sie bevorzugt Heiden, sonnige Waldränder und Trockenrasen. In Deutschland ist die Art aus praktisch allen Bundesländern gemeldet, wird aber nicht häufig gefunden. Sie gilt als gefährdet (RL 3).
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23.06.2011 (publiziert am 30.06.2011)
Nachweis von Cassida murraea in Oberhausen-Rheinhausen bei Philippsburg
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Am 23.06.2011 konnten drei Exemplare des Schildkäfers Cassidae murraea an einem kräuterreichen Rheindamm bei Oberhausen-Rheinhausen (Nordbaden) nachgewiesen werden. Die im immaturen Zustand grünlich gefärbten Käfer zeigen nach vollständiger Ausfärbung eine schöne rot-orange Farbe. Cassida murraea entwickelt sich oligophag an Alant-Arten (Inula sp.) und an Flohkraut (Pulicaria dysenterica). Die Art ist im gesamten Bundesgebiet verbreitet und wird zwar regelmäßig, aber nicht häufig nachgewiesen. Sie gilt in Deutschland als nicht gefährdet.
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23.06.2011 (publiziert am 30.06.2011)
Nachweis von Anogcodes ferruginea in Oberhausen-Rheinhausen bei Philippsburg
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Am 23.06.2011 konnte ein Exemplar des Scheinbockkäfers Anogcodes ferruginea an einem Rheindamm bei Oberhausen-Rheinhausen (Nordbaden) nachgewiesen werden. Die eurytope Art kommt vor allem in Flußauen vor und ist im südlichen und östlichen Mitteleuropa verbreitet. Anogcodes ferruginea entwickelt sich in morschen Hölzern, z.B. Eiche (Quercus), Kiefer (Pinus) und Fichte (Picea), die adulten Tiere sind Blütenbesucher. In Deutschland fehlt die Art in den nordwestlichen Bundesländern. Sie wird nur sporadisch gefunden und gilt als gefährdet (RL 3).
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13.06.2011 (publiziert am 16.06.2011)
Beobachtung von Copris lunaris im NSG Pliesterbergsche Sohlen bei Hünxe-Drevenack
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Am 13.06.2011 konnte ein Weibchen des Mondhornkäfers Copris lunaris im NSG Pliesterbergsche Sohlen bei Hünxe-Drevenack nachgewiesen werden. Die 16 bis 24 mm große, stenotope Art lebt auf sonnigen Viehweiden und bevorzugt sandige Böden. Man findet sie meist an den Rändern frischer Kuhfladen, wo sie unterirdische Brutkammern für ihre Larven anlegen. Copris lunaris ist in Kontinentaleuropa ohne den Nordosten verbreitet. In Deutschland ist die Art aus zahlreichen Bundesländern gemeldet, gilt jedoch als selten und stark gefährdet (RL 2).
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12.06.2011 (publiziert am 16.06.2011)
Beobachtung von Bembidion litorale am Rheinufer bei Wesel-Flüren
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Am 12.06.2011 konnten mehrere Exemplare des Flussauen-Ahlenläufers Bembidion litorale am Rheinufer bei Wesel-Flüren zusammen mit weiteren Vertretern der Gattung (B. velox, B. striatum, B. modestum und B. tetracolum) beobachtet werden. Die 5,2 bis 6,2 mm große Art ist von Westeuropa bis Sibirien verbreitet und lebt an sandigen Flussufern. Bei Sonnenschein sind die Tiere recht flüchtig. In Deutschland liegen Meldungen aus fast allen Bundesländern vor. Nach Nordosten wird die Art häufiger. Sie gilt als bedroht (RL 3).
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11.06.2011 (publiziert am 16.06.2011)
Nachweis von Coeliodes nigritarsis im NSG Schnepfenberge bei Wesel-Diersfordt
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Am 11.06.2011 konnten zahlreiche Exemplare des Großen Birkenrüsslers Coeliodes nigritarsis im NSG Schnepfenberge bei Wesel-Diersfordt nachgewiesen werden. Die 2,7 bis 3 mm große Art lebt an Moorbirke (Betula pubescens), die Larvenentwicklung erfolgt wahrscheinlich in den weiblichen Birkenkätzchen. Die stenotope, tyrphophile Art ist in Nord-, Mittel- und Osteuropa in Moorgebieten verbreitet, meist in höheren Lagen, gelegentlich auch in der Ebene. In Deutschland ist die Art lokal und selten und gilt als gefährdet (RL 3).
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11.06.2011 (publiziert am 16.06.2011)
Nachweis von Cryptocephalus punctiger im NSG Schnepfenberge bei Wesel-Diersfordt
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Am 11.06.2011 konnte ein Exemplar des Blattkäfers Cryptocephalus punctiger im NSG Schnepfenberge bei Wesel-Diersfordt nachgewiesen werden. Die 2,5 bis 3,5 mm große Art lebt polyphag an Sal-Weide (Salix caprea), Hänge-Birke (Betula pendula) und Pappel-Arten (Populus). Sie kommt in Nord- und Mitteleuropa vor und wird vor allem Waldrändern und in der Randzone von Mooren gefunden. In Deutschland ist die Art selten und gilt als stark gefährdet (RL 2).
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05.06.2011 (publiziert am 07.06.2011)
Nachweis von Coraebus undatus am Heimberg bei Waldböckelheim (Nahetal)
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Am 05.06.2011 konnte ein Exemplar des Wellenbindigen Eichenprachtkäfers Coraebus undatus am Südwesthang des Heimberg bei Waldböckelheim (Nahetal) von einer sonnenexponierten Eiche geklopft werden. Die Art kommt holomediterran vor und erreicht bei uns die Nordgrenze ihrer Verbreitung. Sie ist thermophil und entwickelt sich vermutlich 2- oder 3-jährig unter der Rinde lebender, sonnenexponierter Eichen, meist im Bereich des Stamms oder dickerer Äste. Aufgrund seiner Seltenheit hat Coraebus undatus in Deutschland keine forstwirtschaftliche Relevanz. Die Art gilt bei uns als stark gefährdet (RL 2).
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04.06.2011 (publiziert am 07.06.2011)
Nachweis von Rhopalocerus rondanii in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden)
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Am 04.06.2011 konnten zwei Exemplare des Rindenkäfers Rhopalocerus rondanii in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden) in einer alten, stammhohlen Pappel nachgewiesen werden. Die 3-4 mm lange, nachtaktive Urwaldreliktart lebt im Mulm und unter der Rinde alter Bäume, meist in Gesellschaft von Ameisen der Gattung Lasius. Sie ist in Südeuropa und im südlichen Mitteleuropa verbreitet. In Deutschland gelangen mehreren Autoren seit den 1980er Jahren nach über 100 Jahren (Horion) schließlich neue Nachweise in Hessen, Baden und Rheinland-Pfalz. R. rondanii ist in Deutschland äußerst selten und vom Aussterben bedroht (RL 1).
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04.06.2011 (publiziert am 07.06.2011)
Nachweis von Eumolpus asclepiadeus in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden)
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Am 04.06.2011 konnten dutzende Exemplare des Blauen Schwalbenwurz-Blattkäfers Eumolpus asclepiadeus in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden) beobachtet werden. Die 8-10 mm große Art erinnert im Habitus an einen großen Cryptocephalus. Sie entwickelt sich monophag am Gewöhnlichen Schwalbenwurz (Vincetoxium hirundinaria). Beim vorliegenden Fund saßen die Käfer in Anzahl an Grashalmen und auf Pappelschösslingen. Die Art ist in Südeuropa und dem südlichen Mitteleuropa verbreitet. In Deutschland liegen aktuelle Meldungen aus Baden, Württemberg, Bayern und Thüringen vor. Eumolpus asclepiadeus gilt als selten und stark gefährdet (RL 2).
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04.06.2011 (publiziert am 07.06.2011)
Nachweis von Rhynchites aethiops in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden)
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Am 04.06.2011 konnten zwei Exemplare des Triebstechers Rhynchites aethiops in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden) nachgewiesen werden. Die nur 2,5-3,5 mm große Art ist von Vorderasien über Südosteuropa und das südliche Mitteleuropa bis Frankreich verbreitet und kommt bei uns nur in den Wärmegebieten Süd- und Ostdeutschlands vor. Sie entwickelt sich am Gelben Sonnenröschen (Helianthemum nummularium). In Deutschland ist sie selten und gilt als gefährdet (RL 3).
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04.06.2011 (publiziert am 07.06.2011)
Nachweis von Amphimallon ruficorne in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden)
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Am 04.06.2011 konnten mehrere Exemplare des Blatthornkäfers Amphimallon ruficorne in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden) nachgewiesen werden. Die 11-13 mm große, tagaktive Art schwärmt vormittags und in den frühen Nachmittagsstunden. Amphimallon ruficorne ist in Mitteleuropa verbreitet, im Westen bis Frankreich, im Süden bis Norditalien. Die stenotope, psammophile Art bevorzugt sandige Heidegebiete und Halbtrockenrasen und entwickelt sich an den Wurzeln verschiedener Gräser. In Deutschland fehlt sie in den nördlichen Bundesländern und gilt als gefährdet (RL 3).
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02.06.2011 (publiziert am 03.06.2011)
Nachweis von Omphalapion laevigatum bei Stutensee-Spöck
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Am 02.06.2011 konnten insgesamt sechs Exemplare (3 Männchen, 3 Weibchen) des Großen Kamillen-Spitzmausrüsslers Omphalapion laevigatum bei Stutensee-Spöck von Hundskamille (Anthemis) gestreift werden. Vor allem die Weibchen fallen durch ihre relative Größe innerhalb der Gattung auf und können allenfalls mit Weibchen des noch selteneren O. buddebergi verwechselt werden. Die Art ist in Europa weit verbreitet, aber selten und bevorzugt extensive Äcker und sandige Ruderalflächen. In Deutschland gilt O. laevigatum als stark gefährdet (RL 2).
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29.05.2011 (publiziert am 30.05.2011)
Nachweis von Omphalapion buddebergi am Gangelsberg bei Duchroth
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Am 29.05.2011 konnte ein Weibchen des sehr seltenen Färberkamillen-Spitzmausrüsslers Omphalapion buddebergi am Gangelsberg bei Duchroth nachgewiesen werden. Die in Mittel- und Südosteuropa verbreitete Art entwickelt sich an Färberkamille (Anthemis tinctoria), die in Xerothermhabitaten, wie Mager- und Felsrasen, vorkommt. Von ähnlichen Vertretern der Gattung unterscheidet sich O. buddebergi durch den sehr langen Rüssel und die Skulptur des Halsschildes. In Deutschland ist die Art sehr selten und gilt als stark gefährdet (RL 2).
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22.05.2011 (publiziert am 24.05.2011)
Nachweis von Gymnetron stimulosum bei Stutensee-Spöck
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Am 22.05.2011 konnte ein Exemplar des seltenen Schwarzbeinigen Borstenrüsslers Gymnetron stimulosum bei Stutensee-Spöck am Rande eines extensiven Getreideackers von Kamille (Matricaria) geklopft werden. Von dem ähnlichen G. rostellum unterscheidet sie sich durch gänzlich schwarze Beine. Die Art bevorzugt sonnige Sandbrachen und ist von Mitteleuropa bis Polen und Bulgarien verbreitet. Die eigentliche Entwicklungspflanze ist unklar. In Deutschland ist die Art vor allem im Osten verbreitet und recht selten. Sie gilt als gefährdet (RL 3).
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21.05.2011 (publiziert am 24.05.2011)
Anthaxia mendizabali neu für Nordrhein-Westfalen
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Am 21.05.2011 konnten drei Exemplare des Prachtkäfers Anthaxia mendizabali auf einer Exkursion der Rheinischen Koleopterologen im NSG Wahner Heide bei Troisdorf nachgewiesen werden. Die stenotope, thermophile Art kommt in Wärmegebieten, z.B. Trockenrasen und Heide vor. Sie entwickelt sich an Besenginster (Cytisus scoparius) und kann von kränkelnden Pflanzen geklopft werden. Die mit 3,7-4,5 mm Länge recht kleine, kupferglänzende Art kann mit A. funerula verwechselt werden, die jedoch aus Deutschland nicht gemeldet ist. Der vorliegende Fund stellt den Erstfund für Nordrhein dar.
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21.05.2011 (publiziert am 24.05.2011)
Nachweis von Thanasimus rufipes im NSG Wahner Heide bei Troisdorf
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Am 21.05.2011 konnte ein Exemplar des Buntkäfers Thanasimus rufipes auf einer Exkursion der Rheinischen Koleopterologen im NSG Wahner Heide bei Troisdorf auf einem abgesägten Kiefernast nachgewiesen werden. Von dem viel häufigeren T. formicarius unterscheidet sich die Art durch ihre roten Beine und die fehlende schwarze Querbinde vor der weißen Binde der Flügeldecken. Die Art kommt in Kiefern- und Mischwäldern vor und jagt diverse Scolytiden. In Deutschland liegen Nachweise aus allen Regionen vor, die Art wird aber nur sporadisch gefunden.
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15.05.2011 (publiziert am 16.05.2011)
Nachweis von Ceratapion basicorne bei Stutensee-Spöck
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Am 15.05.2011 konnten zwei Exemplare des sehr seltenen Kornblumen-Spitzmausrüsslers Ceratapion basicorne bei Stutensee-Spöck am Rande eines extensiven Getreideackers von Kornblume (Centaurea cyanus) geklopft werden. Die Art ist in Europa, Nordafrika und Kleinasien verbreitet. Durch die Flurbereinigung und die Intensivierung der Landwirtschaft während der vergangenen Jahrzehnte sind die extensiv bewirtschafteten Äckerflächen samt ihrer Segetalvegetation und den darauf spezialisierten Käferarten stark zurückgegangen. Ceratapion basicorne gilt daher in Deutschland als stark gefährdet (RL 2).
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14.05.2011 (publiziert am 16.05.2011)
Nachweis von Stenolophus skrimshiranus bei Baden-Baden-Oos
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Am 14.05.2011 konnte ein Exemplar des Laufkäfers Stenolophus skrimshiranus am Rand eines durch die andauernde Trockenheit fast trockengefallenen Tümpels im NSG Bruchgraben bei Baden-Baden-Oos nachgewiesen werden. Stenolophus skrimshiranus ist die seltenste der drei bei uns vorkommenden Stenolophus-Arten. Er ist von Frankreich und England über Mittel- und Osteuropa bis Mittelasien verbreitet. Man findet die stenotope Art an sumpfigen Ufern. In Deutschland liegen zwar jüngere Meldungen aus praktisch allen Bundesgebieten vor, aber die Art wird nur gelegentlich nachgewiesen. Er gilt als stark gefährdet (RL 2).
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07.05.2011 (publiziert am 08.05.2011)
Nachweis von Agapanthia intermedia am Gangelsberg bei Duchroth (Nahetal)
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Am 07.05.2011 konnten zwei Exemplare des Langhaarigen Scheckhornbocks Agapanthia intermedia auf einem Halbtrockenrasen am Gangelsberg bei Duchroth (Nahetal) nachgewiesen werden. Die xerothermophile Art entwickelt sich an Acker-Witwenblume (Knautia arvensis). Die Abspaltung der Art von Agapanthia violacea durch Frieser und Sama hat noch nicht überall Akzeptanz gefunden. A. violacea sensu lato ist von Spanien über Deutschland und Italien bis zum Schwarzen Meer und nach Kleinasien verbreitet. Funde in Deutschland sind A. intermedia zuzuordnen. Sie ist hier weit verbreitet, wird aber nicht allzu häufig gefunden (RL 3).
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07.05.2011 (publiziert am 08.05.2011)
Nachweis von Orsodacne lineola am Gangelsberg bei Duchroth (Nahetal)
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Am 07.05.2011 konnte ein Exemplar des Blattkäfers Orsodacne lineola am Gangelsberg bei Duchroth (Nahetal) von blühendem Weißdorn geklopft werden. Die in Südeuropa und im südlichen Mitteleuropa verbreitete Art entwickelt sich an Weißdorn (Crataegus), Birne (Pirus) und Pflaume (Prunus). Nach dem Erstnachweis für Baden (2008) gelingt damit ein Nachweis für das Rheinland, wo O. lineola nach Köhler/Klausnitzer (1998) bisher nicht gemeldet ist. Von der häufigen O. cerasi unterscheidet sie sich durch behaarte, dichter punktierte Flügeldecken.
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07.05.2011 (publiziert am 08.05.2011)
Nachweis von Gymnetron rostellum am Gangelsberg bei Duchroth (Nahetal)
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Am 07.05.2011 konnte ein Exemplar des Rüsselkäfers Gymnetron rostellum auf einem Halbtrockenrasen am Gangelsberg bei Duchroth (Nahetal) nachgewiesen werden. Die nur 1,7-2,2 mm große, xerophile Art entwickelt sich am Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys). G. rostellum ist von Süd- über Mitteleuropa und das südliche Nordeuropa bis zum Kaukasus verbreitet. In Deutschland liegen Nachweise vor allem aus den westlichen Bundesländern vor, insgesamt gilt die Art als selten bis sehr selten (RL 3).
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01.05.2011 (publiziert am 02.05.2011)
Nachweis von Ampedus sinuatus im Unteren Dossenwald bei Mannheim-Rheinau
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Am 01.05.2011 konnten zwei Exemplare des Schnellkäfers Ampedus sinuatus im Unteren Dossenwald bei Mannheim-Rheinau nachgewiesen werden. Die Art kommt in älteren Laub- und Mischwäldern vor und entwickelt sich in morschem Holz von Eiche und Buche. Sie ist vom südlichen Mitteleuropa bis Kleinasien und zum Kaukasus verbreitet. In Deutschland erreicht die Art in Hessen den nördlichen Rand ihrer Verbreitung und gilt als stark gefährdet (RL 2). Verwechslungen sind bei uns allenfalls mit dem ebenfalls seltenen Cardiophorus ruficollis möglich.
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24.04.2011 (publiziert am 25.04.2011)
Nachweis von Phytoecia nigripes am Büchelberger Grat bei Pommertsweiler (Ostwürttemberg)
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Am 24.04.2011 konnten auf dem Büchelberger Grat bei Pommertsweiler (Ostwürttemberg) zahlreiche Exemplare des Schwarzfüßigen Walzenhalsbocks Phytoecia nigripes nachgewiesen werden. Die pontomediterrane Art ist von den Pyrenäen über die Alpen bis nach Südosteuropa, Syrien und rund um das Schwarze Meer verbreitet und bevorzugt colline bis montane Lagen. Die Käfer entwickeln sich an verschiedenen Doldengewächsen (Umbelliferae). In Deutschland liegen aktuelle Meldungen nur aus Bayern und Baden-Württemberg vor. Die Art gilt als gefährdet (RL 3).
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24.04.2011 (publiziert am 25.04.2011)
Nachweis von Anobium emarginatum am Büchelberger Grat bei Pommertsweiler (Ostwürttemberg)
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Am 24.04.2011 konnte auf dem Büchelberger Grat bei Pommertsweiler (Ostwürttemberg) ein Exemplar des Fichtenrinden-Pochkäfers Anobium (Microbregma) emarginatum von einer Fichte geklopft werden. Er entwickelt sich in den toten Rindenbereichen lebender Fichten. Anobium emarginatum bevorzugt den collinen und montanen Bereich und gilt in Deutschland als gefährdet (RL 3). Im Gegensatz zu anderen Vertretern der Gattung ist die Art bei uns durch den auffällig gekanteten Halsschild unverwechselbar.
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09.04.2011 (publiziert am 11.04.2011)
Nachweis von Meloe scabriusculus am Heimberg bei Waldböckelheim
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Am 09.04.2011 konnten am Heimberg bei Waldböckelheim zwei Exemplare des Feingerunzelten Maiwurmkäfers Meloe scabriusculus nachgewiesen werden. Die mesophile Art kommt in Mitteleuropa, im Nahen Osten und bis Ostrussland vor.Sie bevorzugt Wiesen- und Steppenformationen der planaren und kollinen Zone. Wie die anderen Vertreter der Gattung erfolgt die Larvenentwicklung bei Hymenopteren, z.B. Andrenidae, Halictidae und Coletidae. Man findet die Art im Frühjahr an wärmebegünstigen Standorten. In Deutschland gilt M. scabriusculus als stark gefährdet (RL 2).
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09.04.2011 (publiziert am 30.10.2011)
Nachweis von Coeliodes ilicis am Gangelsberg bei Duchroth (Nahetal)
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Am 09.04.2011 konnte am Südhang des Gangelsbergs bei Duchroth (Nahetal) ein einzelnes Exemplar des Rüsselkäfers Coeliodes ilicis von einer sonnenexponierten Eiche geklopft werden. Die Art lebt auf Steineiche (Quercus ilex) und im Norden des Verbreitungsgebiets auf Stieleiche (Q. robur). Sie kommt im Mittelmeergebiet und Westeuropa vor, in Frankreich nordöstlich bis zu den Vogesen. In Deutschland ist die Art bisher nur aus dem Nahetal bekannt (publizierte Fund der Rheinischen Koleopterologen zwischen 1994 und 2000) und gilt als stark gefährdet (RL 2).
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02.04.2011 (publiziert am 03.04.2011)
Nachweis von Phrissotrichum rugicolle am Heimberg bei Waldböckelheim
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Am 02.04.2011 konnten am Heimberg bei Waldböckelheim mehrere Exemplare der seltenen Apionide Phrissotrichum rugicolle auf einem Trockenrasen nachgewiesen werden. Die xerothermophile Art kommt auf Steppenheide und an Wärmehängen vor und bevorzugt Kalk- oder Gips-Böden. Sie entwickelt sich oligophag am Sonnenröschen (Helianthemum) und am Nadelröschen (Fumana). In Deutschland ist die Art auf die südlichen Bundesländer beschränkt und gilt als stark gefährdet (RL 2).
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02.04.2011 (publiziert am 03.04.2011)
Nachweis von Dorcadion fuliginator am Heimberg bei Waldböckelheim
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Am 02.04.2011 konnten am Heimberg bei Waldböckelheim zwei Exemplare des Grauflügliger Erdbocks Dorcadion fuliginator beobachtet werden. Die xerothermophile Art kommt an Wärmehängen, auf sandigen Heiden und auf Trockenrasen vor. Kalk- oder Gipsboden wird bevorzugt. Man findet die flugunfähigen Käfer auf schütter bewachsenen Wegen. Sie ernähren sich von Gräsern, ihre Larven fressen an den Wurzeln verschiedener Gräser. In Deutschland gilt Dorcadion fuliginator als gefährdet (RL 2).
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02.04.2011 (publiziert am 03.04.2011)
Nachweis von Mecinus janthinus am Heimberg bei Waldböckelheim
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Am 02.04.2011 konnten am Heimberg bei Waldböckelheim zwei Exemplare des Veilchenblauen Schlankrüsslers Mecinus janthinus nachgewiesen werden. Die xerophile Art kommt an Dämmen und Böschungen, an Wärmehängen und auf Heide vor. Sie ist von Frankreich bis zum Ural und von Schweden bis Griechenland verbreitet. Mecinus janthinus entwickelt sich am Leinkraut (Linaria). In Kanada und den USA wird er erfolgreich zur Bekämpfung von Linaria dalmatica eingesetzt. Er gilt in Deutschland als nicht gefährdet.
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12.03.2011 (publiziert am 12.03.2011)
Beobachtung von Meloe decorus bei Oppenheim (Rheinland-Pfalz)
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Am 12.03.2011 konnten auf einem Sportplatzgelände bei Oppenheim zahlreiche Exemplare des seltenen Ölkäfers Meloe decorus an einer südexponierten Grasböschung beobachtet werden. Die Art ist eine thermophile Steppenart, die in Sandgebieten der Ebene und des Hügellands vorkommt und als kaspisches Faunenelement zu werten ist. Die Entwicklung erfolgt in den Nestern solitärer Wildbienen, wahrscheinlich Andrena. In Deutschland gilt M. decorus als vom Aussterben bedroht (RL 1).
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31.10.2010 (publiziert am 01.11.2010)
Nachweis von Sphaerosoma piliferum am Heimberg bei Waldböckelheim
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Am 31.10.2010 konnte am Heimberg bei Waldböckelheim ein Exemplar des Kugelkäfers Sphaerosoma piliferum aus der Bodenstreu gesiebt werden. Der nur 1.5 mm große, fast halbkugelförmig gebaute Käfer ist durch die lange, senkrecht abstehende Behaarung der Flügeldecken von seiner Schwesterart. S. pilosum zu unterscheiden. Sie gehören zur Familie Alexiidae (früher Sphaerosomatidae). Die Käfer leben in der Waldstreu, unter Moos und im Laub, wenn Pilzmyzel vorhanden ist.
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31.10.2010 (publiziert am 01.11.2010)
Nachweis von Eucinetus haemorrhoidalis am Heimberg bei Waldböckelheim
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Am 31.10.2010 konnte am Heimberg bei Waldböckelheim ein Exemplar des Purzelkäfers Eucinetus haemorrhoidalis aus vertrocknetem Grasschnitt gesiebt werden. Durch ihre quergerieften Flügeldecken erinnern sie an Orchesia oder Mordellidae, mit denen sie die als Fluchtreaktion eingesetzten "purzelnden" Bewegungen teilen. Die Art bevorzugt Wärme- und Trockenhänge, Halbtrockenrasen und Lösshänge. Man findet sie in pflanzlichem Detritus. In Deutschland ist sie als gefährdet eingestuft (RL 3).
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10.10.2010 (publiziert am 15.10.2010)
Nachweis von Meloe rugosus im Bössinger Wald bei Zeutern (Kraichgau)
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Am 10.10.2010 konnten im Bössinger Wald bei Zeutern im Kraichgau (Nordbaden) vier Exemplare des seltenen Ölkäfers Meloe rugosus auf einem sonnenbeschienenen Teerweg am Rand eines Eichen-Buchen-Mischwalds beobachtet werden. Die Art entwickelt sich bei solitären Wildbienen der Gattungen Halictus, Andrena und Nomada. Sie bevorzugt lückig bewachsene Wärmestellen der Ebene und des Bergvorlands. Die Hauptaktivitätszeit ist von September bis November. In Deutschland ist Meloe rugosus vom Aussterben bedroht (RL 1).
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22.08.2010 (publiziert am 25.08.2010)
Nachweis von Coptocephala unifasciata und C. rubicunda am Heimberg bei Waldböckelheim
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Am 22.08.2010 konnten am Heimberg bei Waldböckelheim mehrere Exemplare des Blattkäfers Coptocephala unifasciata sowie ein Exemplar der Schwesterart C. rubicunda von einer xerothermen Fläche gekeschert werden. Von den in Deutschland aktuell gemeldeten drei Arten lässt sich C. unifasciata durch die rote Oberlippe (labrum) leicht erkennen. Die Unterscheidung der beiden anderen Arten mit schwarzer Oberlippe, C. rubicunda und C. scopolina erfordert dagegen etwas Übung.
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22.08.2010 (publiziert am 25.08.2010)
Nachweis von Cyphocleonus dealbatus am Heimberg bei Waldböckelheim
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Am 22.08.2010 konnte am Heimberg bei Waldböckelheim ein einzelnes Exemplar des Rüsselkäfers Cyphocleonus dealbatus von einer xerothermen Fläche gekeschert werden. Die xerothermophile Art bevorzugt Steppenheiden, Trockenrasen und Ruderalflächen und entwickelt sich oligophag an Asteracea, z.B. Wucherblumen (Tanacetum), Schafgarbe (Achillea), Beifuß (Artemisia) und Geruchloser Kamille (Tripleurospermum maritimum subsp. inodorum). In Deutschland ist die Art als gefährdet eingestuft (RL 3).
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22.08.2010 (publiziert am 25.08.2010)
Nachweis von Chrysolina cerealis am Heimberg bei Waldböckelheim
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Am 22.08.2010 konnte am Heimberg bei Waldböckelheim ein einzelnes Exemplar des Blattkäfers Chrysolina cerealis von einer xerothermen Fläche gekeschert werden. Die xerothermophile Art bevorzugt Trocken- und Halbtrockenrasen. Sie entwickelt sich monophag an Rossminze (Mentha longifolia). Sie kommt von Südwesteuropa bis zum östlichen Mitteleuropa vor. In Deutschland ist die Art zwar aus zahlreichen Bundesländern gemeldet, aber selten und ist als gefährdet eingestuft (RL 3).
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18.07.2010 (publiziert am 23.07.2010)
Nachweis von Vibidia duodecimguttata auf der Friesenheimer Insel in Mannheim
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Am 18.07.2010 konnte ein Exemplar des Marienkäfers Vibidia duodecimguttata auf der Friesenheimer Insel beim Klopfen von Sträuchern nachgewiesen werden. V. duodecimguttata ist mit 3-4 mm kleiner als die ähnlichen Calvia- und Halyzia-Arten und die Flecke auf der Scheibe der Flügeldecken sind als Sechseck angeordnet. Die stenotope, thermophile Art ernährt sich von Mehltaupilzen und ist über die gesamte Paläarktis verbreitet. In Deutschland ist V. duodecimguttata als gefährdet eingestuft (RL 3).
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17.07.2010 (publiziert am 23.07.2010)
Nachweis von Aphodius zenkeri im Naturwaldreservat Stuttpferch im Bienwald
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Am 16.07.2010 konnte ein Exemplar des Dungkäfers Aphodius zenkeri im Naturwaldreservat Stuttpferch im Bienwald beim Leuchten nachgewiesen werden. Die 4-5 mm große Art zeichnet sich durch die auffällige Punktierung der Flügeldecken und ihren rötlichen Kopfschild aus. Sie wird vor allem an Wildlosung, seltener an Pferdedung gefunden. Sie ist in Deutschland nicht gefährdet. Aktuelle Meldungen liegen aus zahlreichen Bundesländern vor, allerdings wird A. zenkeri stets vereinzelt und selten gefunden.
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16.07.2010 (publiziert am 17.07.2010)
Nachweis von Benibotarus taygetanus im Bienwald bei Büchelberg
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Am 16.07.2010 konnte ein einzelnes Exemplar des sehr seltenen Rotdeckenkäfers Benibotarus taygetanus im Bienwald bei Büchelberg beim Leuchten nachgewiesen werden. Vom häufigen Dictyopterus aurora kann die Art durch die zwei starken, gebogenen Rippen der Flügeldecken und die gelbe Spitze des 11. Fühlerglieds unterschieden werden. Die stenotope, silvicole Art kommt in Mittel- und Teilen Osteuropas vor. In Deutschland ist sie vom Aussterben bedroht (RL 1).
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10.07.2010 (publiziert am 17.07.2010)
Nachweis von Abdera affinis im Bienwald bei Büchelberg
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Am 10.07.2010 konnte ein Exemplar der Melandryidae Abdera affinis im Bienwald bei Büchelberg beim Leuchten nachgewiesen werden. Die stenotope, 2,5-3,5 mm große Art entwickelt sich an Baumpilzen, vor allem am Erlenschillerporling (Inonotus radiatus). Sie ist von Spanien über Mittel- und Nordeuropa bis Nordrußland verbreitet, fehlt jedoch auf dem Balkan und in Südosteuropa. In Deutschland ist die Art praktisch überall gemeldet, jedoch sporadisch und selten (RL 2).
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09.07.2010 (publiziert am 10.07.2010)
Nachweis von Agrilus hyperici im Lampertheimer Wald (Südhessen)
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Am 09.07.2010 konnten im Lampertheimer Wald vier Exemplare des Prachtkäfers Agrilus hyperici von ihrer Wirtspflanze Johanniskraut (Hypericum perforatum) gekeschert werden. Die kleine, 3,5-6 mm lange Art ist in Süd- und Mitteleuropa verbreitet, von Spanien bis Kleinasien und Griechenland. In Deutschland findet man die thermophile Art in Wärmegebieten, sie erreicht in Mitteldeutschland die Nordgrenze ihres Verbreitungsgebiets und ist als gefährdet eingestuft (RL 3).
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07.07.2010 (publiziert am 10.07.2010)
Nachweis von Allecula rhenana in der Unteren Lußhardt bei Kirrlach
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Am 07.07.2010 konnten in der Unteren Lußhardt bei Kirrlach zahlreiche Exemplare von Allecula rhenana an einer alten Buche beobachtet werden. Die stenotope, xylodetriticole Art ist von Mittel- bis Südosteuropa verbreitet und kommt in alten Wäldern vor. Man findet die dämmerungs- und nachtaktive Art an alten Laubbäumen mit Stammhöhlungen, vor allem Buche, Eiche und Ahorn. Von der häufigeren A. morio kann man sie gut durch die Halsschildform unterscheiden. In Deutschland ist A. rhenana stark gefährdet (RL 2).
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04.07.2010 (publiziert am 10.07.2010)
Nachweis von Harpalus melancholicus im Lampertheimer Wald (Südhessen)
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Am 04.07.2010 konnte ein Exemplar des Laufkäfers Harpalus melancholicus im Lampertheimer Wald auf einer sandigen Fläche nachgewiesen werden. Die stenotope, psammophile Art ist vom Mittelmeerraum über das südliche Nordeuropa, den Balkan und Kleinasien bis in den Iran und Mittelasien verbreitet. Man findet die Art auf Sandboden, Küstendünen oder Ruderalstandorten. In Deutschland ist H. melancholicus stark gefährdet (RL 2).
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03.07.2010 (publiziert am 03.07.2010)
Nachweis von Reesa vespulae bei Flörsheim-Dalsheim
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Am 03.07.2010 konnte ein einzelnes Exemplar des Nordamerikanischen Wespenkäfers Reesa vespulae an der Bahnlinie nahe Flörsheim-Dalsheim von der niederen Vegetation gestreift werden. Die kleine, 2,8-3,8 mm lange Art stammt ursprünglich aus Nordamerika ernährt sich von toten Insekten in Wespen- und Bienennestern. Seit den 1960er Jahren hat sie sich in Europa ausgebreitet. In Museen und Vorratslagern kann die Art wie andere Vertreter der Familie schädlich werden.
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01.07.2010 (publiziert am 03.07.2010)
Nachweis von Otiorhynchus smreczynskii auf der Friesenheimer Insel in Mannheim
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Am 01.07.2010 konnten drei Exemplare des Rüsslers Otiorhynchus smreczynskii auf der Friesenheimer Insel in Mannheim unter am Boden aufliegenden Blättern von Lonicera sp. gefunden werden. Die ursprünglich östlich verbreitete Art dringt derzeit nach Mitteleuropa vor und ist mittlerweile auch in Süddeutschland vorhanden. Sie entwickelt sich an Liguster und Flieder. Durch den gedrungenen Körperbau, die Behaarung der Flügeldecken und den mehrspitzigen Vorderschenkelzahn ist die Art mit etwas Übung leicht zu erkennen.
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27.06.2010 (publiziert am 03.07.2010)
Nachweis von Abdera quadrifasciata am Heimberg bei Waldböckelheim
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Am 27.06.2010 konnte ein Exemplar von Abdera quadrifasciata (Familie Melandryidae) vom verpilzten Ast einer toten Eiche geklopft werden. Die wärmeliebende Art kommt von West- bis Osteuropa vor, in Deutschland erreicht sie die Nordgrenze ihrer Verbreitung. Sie entwickelt sich an verpilzten Ästen verschiedener Laubbäume, meist Eiche, aber auch Buche, Hainbuche und Hasel. In Deutschland ist A. quadrifasciata gefährdet (RL 3).
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26.06.2010 (publiziert am 03.07.2010)
Nachweis von Anthaxia fulgurans in der Grißheimer Trockenaue
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Am 26.06.2010 konnten zwei Exemplare des Prachtkäfers Anthaxia fulgurans (Familie Buprestidae) in der Grißheimer Trockenaue auf blühender Schafgarbe nachgewiesen werden. Die 4-7 mm große, wärmeliebende Art kommt von Nordostspanien über das südliche Mitteleuropa bis Syrien und in der Ukraine vor und entwickelt sich in Baumrosaceen. Von den ähnlichen Arten A. podolica, A. salicis und A. suzannae kann man sie durch tief eingedrückte Punkte an der Flügeldeckenspitze unterscheiden. A. fulgurans ist in Deutschland vom Aussterben bedroht (RL 1).
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26.06.2010 (publiziert am 03.07.2010)
Nachweis von Rhyncolus reflexus in der Grißheimer Trockenaue
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Am 26.06.2010 konnten drei Exemplare des Rüsslers Rhyncolus reflexus (Familie Curculionidae) in der Grißheimer Trockenaue aus dem Mulm einer stammhohlen Pappel gesiebt werden. Die nur 2,5-3 mm lange Art entwickelt sich in faulem Holz von Laubbäumen, vor allem Rosskastanie. Sie ist durch den verflachten Seitenrand der Flügeldeckenspitze von den anderen Vertretern der Unterfamilie zu unterscheiden. In Deutschland ist R. reflexus stark gefährdet (RL 2).
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20.06.2010 (publiziert am 22.06.2010)
Nachweis von Bryaxis collaris im Schlierbachtal bei Neuler (Württemberg)
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Am 20.06.2010 konnte ein einzelnes Exemplar des Palpenkäfers Bryaxis collaris (Familie Pselaphidae) im Schlierbachtal bei Neuler (430 m ü. NN) nachgewiesen werden. Das Tier wurde in einem Fichtenwald am Rand des Schlierbachs aus alten Tannenzapfen gesiebt. Die kleine, nur 1,3-1,45 mm große Art ist im männlichen Geschlecht am auffälligen Fühlerbau gut zu erkennen. Sie lebt räuberisch und ernährt sich von Milben. Aktuelle Nachweise liegen nur aus der Südhälfte Deutschlands vor, B. collaris ist stark gefährdet (RL 2).
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13.06.2010 (publiziert am 15.06.2010)
Nachweis von Cylindromorphus filum am Heimberg bei Waldböckelheim
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Am 13.06.2010 konnten mehrere Exemplare des Prachtkäfers Cylindromorphus filum (Familie Buprestidae) am trockenwarmen Südhang des Heimberg bei Waldböckelheim aus der Krautschicht gekeschert werden. Die kleine (3,2-5 mm) und schlanke Art entwickelt sich an Gräsern und bevorzugt xerotherme Habitate, z.B. Steppenheiden, Trockenrasen oder Weinbergsbrachen. Sie ist südosteuropäisch verbreitet in Deutschland nur aus wenigen Bundesländern gemeldet. In Deutschland stark gefährdet (RL 2).
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13.06.2010 (publiziert am 15.06.2010)
Nachweis von Labidostomis lucida am Heimberg bei Waldböckelheim
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Am 13.06.2010 konnten zwei Exemplare von Labidostomis lucida (Familie Chrysomelidae) auf einer verkrauteten Wiese am Südhang des Heimbergs nachgewiesen werden. Die xerothermophile Art bevorzugt Wärmehänge und Weinbergsbrachen als Habitat. Sie entwickelt sich polyphag an verschiedenen Kräutern. Von anderen Arten der Gattung unterscheidet sich L. lucida durch den weitläufig punktierten Halsschild und die langen Fühler. In Deutschland liegen aktuelle Nachweise aus wenigen Bundesländern vor, die Art ist stark gefährdet (RL 2).
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12.06.2010 (publiziert am 15.06.2010)
Nachweis von Trinodes hirtus im Frankfurter Stadtwald
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Am 12.06.2010 konnten zahlreiche Exemplare von Trinodes hirtus (Familie Dermestidae) im Frankfurter Stadtwald nachgewiesen werden. Die nur 1,5-2,5 mm große, unauffällige Art kann in Baumhöhlen in und an Spinnweben gefunden werden, wo sie sich von ausgesogenen Insektenresten ernährt. Trinodes hirtus ist von Europa bis zum Kaukasus sowie in Nordafrika verbreitet und aktuell praktisch aus ganz Deutschland gemeldet. Die Art ist als gefährdet eingestuft (RL 3).
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04.06.2010 (publiziert am 08.06.2010)
Nachweis von Enicmus testaceus im Bienwald nahe der Bienwaldmühle
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Am 04.06.2010 konnte ein Exemplar des Moderkäfers Enicmus testaceus (Familie Latridiidae) im Bienwald in der Lauteraue nahe der Bienwaldmühle von einem verpilzten Ast geklopft werden. Die kleine, nur 1,5-2,2 mm große Art fällt durch ihren gedrungenen Körperbau und ihren breit verflachten Halsschildseitenrand auf. Sie entwickelt sich in Staub- und Schleimpilzen, sowie an Baumpilzen an Buche und Weide. Die stenotope Art ist aus den meisten Bundesländern gemeldet, wird aber nur sporadisch gefunden. Sie ist stark gefährdet (RL 2).
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03.06.2010 (publiziert am 08.06.2010)
Nachweis von Selatosomus cruciatus im Bienwald nahe Scheibenhardt
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Am 03.06.2010 wurde ein Exemplar des Schnellkäfers Selatosomus cruciatus (Familie Elateridae) von M. Holtkamp im Bienwald am Jakobspfad nahe Scheibenhard in der niederen Vegetation entdeckt. Die attraktive, 10-14 mm große Art kommt von Sibirien über Nord- und Mitteleuropa bis zu den Pyrenäen sowie in Nordamerika vor. Man findet sie im Mai und Juni im Gebüsch an Waldrändern. In Deutschland ist die Art aus zahlreichen Bundesländern gemeldet, wird aber nach Westen seltener und ist als gefährdet eingestuft (RL 3).
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01.06.2010 (publiziert am 02.06.2010)
Nachweis von Otiorhynchus dieckmanni auf der Friesenheimer Insel in Mannheim
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Am 01.06.2010 konnten drei Exemplare des Rüsslers Otiorhynchus dieckmanni auf der Friesenheimer Insel in Mannheim von einem Haselstrauch geklopft werden. Die nachtaktive Art ist polyphag und wird an verschiedenen Kräutern und Büschen gefunden. Die Larve ist rhizophag und kann so schädlich werden. Wie auch beim vorliegenden Nachweis wird O. dieckmanni meist synanthrop gefunden, z.B. in Gärten, Parks oder auf bepflanzten Schuttplätzen. Die Art ist aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Schweden gemeldet.
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01.06.2010 (publiziert am 02.06.2010)
Cyrtosus ovalis (Cast., 1836) neu für Deutschland
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Am 01.06.2010 konnten drei Exemplare der Malachiidae Cyrtosus ovalis (Cast., 1836) auf der Friesenheimer Insel in Mannheim von der niederen Vegetation geklopft werden, davon zwei Männchen und ein Weibchen. Auf den ersten Blick erinnert die Art an einen Axinotarsus, unterscheidet sich jedoch durch den schlankeren, zur Basis verengten Halsschild. Die stenotope, thermophile Art ist in ganz Italien verbreitet, daneben sind Vorkommen in Österreich und der Schweiz belegt. Der vorliegende Nachweis stellt den Erstfund für Deutschland dar.
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30.05.2010 (publiziert am 30.05.2010)
Nachweis von Lasiotrechus discus in der Rheinaue bei Oberhausen-Rheinhausen
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Am 30.05.2010 konnten zwei Exemplare von Lasiotrechus discus in der Rheinaue bei Oberhausen-Rheinhausen an einem Gewässerrand unter einem schweren Baumstamm nachgewiesen werden. Die Art wird meist auf schweren, nassen Böden unter tief eingebetteten Steinen gefunden und lebt möglicherweise subterran in den Gängen von Kleinsäugern. Sie wird regelmäßig aus Hochwassergenist gemeldet und fliegt auch ans Licht. Lasiotrechus discus kommt in allen Bundesländern vor, aber verstreut und selten.
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24.05.2010 (publiziert am 25.05.2010)
Nachweis von Ochina latreillei am Heimberg bei Waldböckelheim
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Am 24.05.2010 konnte ein Exemplar des sehr seltenen Anobiiden Ochina latreillei am Heimberg bei Waldböckelheim von einem blühenden Weißdorn geklopft werden. Die kleine (2,5-3,8 mm), stenotope Art entwickelt sich in trockenen, morschen Ästen von Eiche, Ahorn und Ulme, von denen sie im Frühjahr geklopft werden kann. Aus Deutschland sind jüngere Funde nur aus wenigen Wärmegebieten in Baden, dem Rheinland und Hessen bekannt. Ochina latreillei ist in Deutschland vom Aussterben bedroht (RL 1).
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23.05.2010 (publiziert am 25.05.2010)
Nachweis von Ischnodes sanguinicollis in der Grißheimer Trockenaue
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Am 23.05.2010 konnten zwei Exemplare des seltenen Schnellkäfers Ischnodes sanguinicollis in der Grißheimer Trockenaue nachgewiesen werden. Die Art entwickelt sich in mulmgefüllten Baumhöhlen mit Bodenkontakt. Die geschlüpfte Imago kann im Winter an Holzstückchen im Mulm gefunden werden. Sie erscheint ab dem Frühjahr und ist nachmittagsaktiv. Die beiden nachgewiesenen Exemplare schwärmten in den warmen Nachmittagsstunden. In Deutschland ist Ischnodes sanguinicollis als vom Aussterben bedroht eingestuft (RL 1).
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21.05.2010 (publiziert am 25.05.2010)
Nachweis von Trox perlatus im Bössinger Wald bei Zeutern (Kraichgau)
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Am 21.05.2010 konnte ein Exemplar des Knochenkäfers Trox perlatus (Familie Trogidae) im Bössinger Wald bei Zeutern an einem trockenwarmen Waldrand gefunden werden. Die stenotope, thermophile Art lebt an trockenem Aas, Knochen, Gewölle und Fellen. Sie ist unter den heimischen Trox-Arten leicht durch die glänzenden Höcker auf den Flügeldecken zu erkennen. Trox perlatus kommt nur im Westen Deutschlands vor und ist nicht häufig. In der Roten Liste ist die Art als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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15.05.2010 (publiziert am 15.05.2010)
Nachweis von Attagenus punctatus im Frankfurter Stadtwald
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Am 15.05.2010 konnte ein Exemplar des Dermestiden Attagenus punctatus im Frankfurter Stadtwald von einem blühenden Weißdorn geklopft werden. Die kleine, 3,5 bis 5 mm große Art zeichnet sich durch auffällige weiße Schuppenflecke auf dem sonst schwarzen Halsschild und den Flügeldecken aus. Sie entwickelt sich an morschen Eichen- und Hainbuchenstämmen. A. punctatus ist von Mittel- und Südeuropa bis in den Kaukasus verbreitet. In Deutschland wird die Art nicht häufig nachgewiesen und ist als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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08.05.2010 (publiziert am 09.05.2010)
Nachweis von Emus hirtus im Bienwald bei Scheibenhardt
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Am 08.05.2010 konnten zwei Exemplare von Emus hirtus im Bienwald bei Scheibenhardt auf einem frischen Rindermisthaufen nachgewiesen werden. E. hirtus ist eine unserer größten und wohl auch attraktivsten Kurzflügler-Arten (Familie Staphylinidae). Man findet die Art an frischem Rinderdung, wo sie und ihre Larven Fliegen und Fliegenmaden nachstellen. Obwohl die Art in Deutschland weit verbreitet ist, wird sie eher selten gefunden und ist in der Roten Liste als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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08.05.2010 (publiziert am 09.05.2010)
Polydrusus sparsus neu für die Pfalz und Wiederfund für Deutschland seit über 100 Jahren
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Am 08.05.2010 konnte ein Exemplar des Rüsslers Polydrusus sparsus von Erlen-/Weidengebüsch nahe der Teiche bei Minfeld (Bienwald, Südpfalz) geklopft werden. Die stenotope Art bevorzugt kühle, feuchte Gebiete und entwickelt sich polyphag an Schwarz-Erle (Alnus glutinosa), Bruch- (Salix fragilis) und Korbweide (S. viminalis). Der Nachweis stellt den Erstfund für die Pfalz sowie den Wiederfund für Deutschland seit der Meldung v. Heydens für Hessen (1904) dar. P. sparsus ist derzeit in der Roten Liste für Deutschland als verschollen (RL 0) eingestuft.
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01.05.2010 (publiziert am 02.05.2010)
Nachweis von Hedobia regalis am Philippsburger Altrhein
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Am 01.05.2010 konnte ein Exemplar des nicht häufig gefundenen Anobiiden Hedobia regalis in den Philippsburger Altrheinauen nachgewiesen werden. Die Art unterscheidet sich von ihrer häufigeren Schwesterart H. imperialis durch vier feine, aber deutlich sichtbare Rippen auf den Flügeldecken. Die Entwicklung erfolgt in verschiedenen Laubhölzern. Jüngere Nachweise liegen aus den Wärmegebieten Süddeutschlands vor. In Deutschland ist H. regalis als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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18.04.2010 (publiziert am 19.04.2010)
Nachweis von Mycetophagus fulvicollis in der Unteren Lußhardt bei Kirrlach
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Am 18.04.2010 wurde in der Unteren Lußhardt zwischen Kirrlach und Reilingen ein Exemplar des im Westen Deutschlands recht selten nachgewiesenen Mycetophagus fulvicollis auf einer umgestürzten toten Buche mit Stammhöhlung gefunden. Die Art entwickelt sich in stark dimensioniertem, stehendem oder liegendem, verpilztem Holz von Buche und Linde. Aus Baden-Württemberg liegen nur ganz wenige Funde vor. Mycetophagus fulvicollis ist in Deutschland als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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17.04.2010 (publiziert am 18.04.2010)
Nachweis von Rhyncaenus lonicerae in der Grißheimer Trockenaue
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Am 17.04.2010 wurden in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden) zahlreiche Exemplare des Springrüsslers Rhynchaenus lonicera nachgewiesen. Die stenotope Art entwickelt sich monophag an der Roten Heckenkirsche (Lonicera xylosteum), die in lichten Laubwäldern an halbschattigen Stellen vorkommt. Die kleine (2,5-3,0 mm), recht hübsch gezeichnete Art ist heute aus dem Süden und Südosten Deutschlands gemeldet, vor 1900 kam sie auch in weiten Teilen Westdeutschlands vor. Sie ist in Deutschland als gefährdet eingestuft (RL 3).
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11.03.2010 (publiziert am 15.03.2010)
Auszucht von Orchesia luteipalpis aus Erlenschillerporlingen aus dem Treburer Unterwald bei Mörfelden
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Am 07.02.2010 wurden im Treburer Unterwald bei Mörfelden (Südhessen) einige Exemplare des Erlenschillerporlings, eines an anbrüchigen und toten Erlen wachsenden Pilzes eingetragen und bei Zimmertemperatur gelagert. Am 11.03. schlüpfte dann des erste Exemplar der im Freien recht selten gefundenen Melandryidae Orchesia luteipalpis, die sich in diesem Pilz entwickelt. Sie ist durch die zwischen den Augen schmale Stirn und die 4-gliedrige Fühlerkeule gekennzeichnet. In Deutschland ist die Art als stark gefährdet eingestuft (RL 2).
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27.02.2010 (publiziert am 27.02.2010)
Nachweis von Phloiophilus edwardsii im Bössinger Wald bei Zeutern
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Am 27.02.2010 wurden im Bössinger Wald bei Zeutern (Kraichgau) zwei Exemplare von Phloiophilus edwardsii (Familie Phloiophilidae) von einem morschen Ast geklopft. Die winteraktive Art wird von Oktober bis März gefunden. Sie entwickelt sich am Pilz Peniophora quercina, der an Eichen vorkommt. In Deutschland liegen aus den meisten Regionen aktuelle Meldungen vor, die Art wird jedoch nur selten nachgewiesen. Sie ist als stark gefährdet eingestuft (RL 2).
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12.09.2009 (publiziert am 13.09.2009)
Nachweis von Claviger testaceus in der Grißheimer Trockenaue
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Am 12.09.2009 wurden insgesamt 4 Exemplare des Pselaphiden Claviger testaceus in einem Ameisennest (Lasius sp.) nachgewiesen. Die Art ist hochgradig an das Leben bei Ameisen angepasst und ist außerhalb des Ameisenbaus nicht überlebensfähig. Die Augen sind zurückgebildet. Die Käfer sondern ein bei den Ameisen sehr begehrtes Sekret ab und werden von den Ameisen gefüttert, ernähren sich aber auch von Ameisenlarven. In Deutschland ist Claviger testaceus gefährdet (RL 3).
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16.08.2009 (publiziert am 13.09.2009)
Nachweis von Tropideres albirostris im Staatswald Molzau bei Huttenheim
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Am 16.08.2009 wurde ein einzelnes Exemplar des Anthribiden Tropideres albirostris im Staatswald Molzau bei Huttenheim auf einem toten Buchenast gefunden. Die Art entwickelt sich an Eiche, seltener Buche. Neben der weißgezeichneten Nominatform findet man gelegentlich auch gelblich gezeichnete Exemplare (a. quercinus). Tropideres albirostris ist in Deutschland gefährdet (RL 3).
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15.08.2009 (publiziert am 13.09.2009)
Nachweis von Lema cyanella am Philippsburger Altrhein
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Am 15.08.2009 wurde ein Exemplar des Blattkäfers Lema cyanella in der Rheinaue bei Philippsburg nachgewiesen. Die Art entwickelt sich an Kratzdistel-Arten (Cirsium sp.). Lema cyanella unterscheidet sich von den ähnlichen Arten der Gattung Oulema durch den in der Mitte eingebuchteten Halsschild. Die Art ist in ganz Deutschland nachgewiesen, wird aber nicht oft gefunden (RL 3).
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14.08.2009 (publiziert am 13.09.2009)
Nachweis von Pteleobius kraatzi am Philippsburger Altrhein
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Am 14.08.2009 wurde ein Exemplar des Scolytiden Pteleobius kraatzi in der Rheinaue bei Philippsburg nachgewiesen. Die kleine Art (1,8–2,0 mm) kommt in Deutschland nur im Südwesten vor und entwickelt sich in Ulme. Sie ist als gefährdet eingestuft (RL 3). Von der Schwesterart P. vittatus unterscheidet sie sich durch am Absturz alternierend erhöhte Flügeldeckenzwischenräume.
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12.08.2009 (publiziert am 13.09.2009)
Nachweis von Siagonium quadricorne im Bössinger Wald bei Zeutern im Kraichgau
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Am 12.08.2009 wurden zwei Exemplare des Kurzflüglers Siagonium quadricorne im Bössinger Wald bei Zeutern (Kraichgau) beobachtet. Die Art wird meist unter der Rinde von alten Laubbäumen gefunden, selten, aber oft gesellig. Beim Männchen sind die Wangen in vorstehende Hörner verlängert. In Deutschland ist Siagonium quadricorne als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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12.08.2009 (publiziert am 13.09.2009)
Nachweis von Leptura aurulenta im Bössinger Wald bei Zeutern im Kraichgau
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Am 12.08.2009 wurde ein Exemplar des Bockkäfers Leptura aurulenta im Bössinger Wald bei Zeutern (Kraichgau) beobachtet. Die Art entwickelt sich in altem Holz verschiedener Laubbäume und zeigt einen deutlichen Sexualdimorphismus. Sie ist aus Südeuropa und dem südlichen Mitteleuropa gemeldet. In Deutschland ist Leptura aurulenta als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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08.08.2009 (publiziert am 08.08.2009)
Nachweis von Agrilus sinuatus am Philippsburger Altrhein
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Am 08.08.2009 wurde ein einzelnes Exemplar des Birnbaum-Prachtkäfers Agrilus sinuatus von einem kränkelnden Weißdorn geklopft. Die 4,5–10 mm lange, kupfrig-violett gefärbte Art entwickelt sich in Baumrosaceen, vor allem Birne und Weißdorn, an ersterer kann er auch schädlich werden. Agrilus sinuatus ist in Deutschland weit verbreitet, wird im Freien aber recht selten gefunden, sondern meist durch Auszucht nachgewiesen. In Deutschland ist die Art als nicht gefährdet eingestuft.
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31.07.2009 (publiziert am 02.08.2009)
Nachweis von Thymalus limbatus im Lampertheimer Wald (Südhessen)
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Am 31.07.2009 konnten 2 Exemplare des Flachkäfers Thymalus limbatus (Familie Peltidae) nachts an einer verpilzten toten Buche nachgewiesen werden. Die nachtaktive, kupfermetallisch glänzende Art ist 5–7 mm lang und erinnert im Habitus an die Blattkäfer der Gattung Cassida. Die Art ernährt sich von Pilzmyzel und wird in totholzreichen Wäldern der planaren bis montanen Stufe an verpilzten Laub- und Nadelbäumen gefunden, meist einzeln und selten. In Deutschland ist Thymalus limbatus als gefährdet eingestuft (RL 3)
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31.07.2009 (publiziert am 02.08.2009)
Nachweis von Eustrophus dermestoides im Lampertheimer Wald (Südhessen)
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Am 31.07.2009 konnte ein einzelnes Exemplar der seltenen Melandryidae Eustrophus dermestoides nachts an einer von Cerambyx cerdo bewohnten Eiche nachgewiesen werden. Die nachtaktive, stenotope Art entwickelt sich am Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) und an verpilztem Holz alter Laubbäume. Eustrophus dermestoides ist 4–5 mm lang und erinnert im Habitus an Speckkäfer der Gattung Dermestes. In Deutschland ist die Art als gefährdet eingestuft (RL 3).
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31.07.2009 (publiziert am 02.08.2009)
Beobachtung von Trichoferus pallidus im Lampertheimer Wald (Südhessen)
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Am 31.07.2009 konnte ein einzelnes Exemplar des äußerst seltenen Bockkäfers Trichoferus pallidus beobachtet werden. Erstmals wurde die Art 2004 im Lampertheimer Wald gefunden. Die nachtaktive Art entwickelt sich an absterbenden Eichen, oft in Gesellschaft des Eichenheldbocks Cerambyx cerdo. Die wenigen aktuellen Fundorte der Urwaldrelikt-Art liegen in Baden, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Trichoferus pallidus ist in Deutschland vom Aussterben bedroht (RL 1).
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11.07.2009 (publiziert am 13.07.2009)
Beobachtung von Dicerca berolinensis im Bienwald bei Scheibenhardt
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Am 11.07.2009 konnte der Prachtkäfer Dicerca berolinensis im Bienwald bei Scheibenhardt an einer toten, umgebrochenen Buche beobachtet werden. Die eurosibirisch verbreitete Art ist in Deutschland aktuell aus den südlichen Bundesländern und Brandenburg gemeldet. Die Entwicklung erfolgt 3–4–jährig an anbrüchigen oder abgestorbenen Rot- und Hainbuchen im Stamm oder starken Ästen in besonnter Lage. Die Käfer sind tagaktiv und hochgradig thermophil, man findet sie auf den besiedelten Stämmen in der Sonne, wo sie sich bei Annäherung sofort fallen lassen. In Deutschland ist die Art als stark gefährdet (RL 2) eingestuft nach BNatSchG besonders geschützt.
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11.07.2009 (publiziert am 13.07.2009)
Beobachtung von Megopis scabricornis im Bienwald bei Scheibenhardt
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Am 11.07.2009 konnte der seltene und kapitale Körnerbock Megopis scabricornis (30–50 mm) im Bienwald bei Scheibenhardt am einer alten, geschädigten Buche beobachtet werden. Die Art kommt in Mittel- und Südeuropa sowie Kleinasien in der planaren Stufe vor. Die dämmerungs- und nachtaktiven Käfer entwickeln sich mehrjährig (>= 3 Jahre) an alten, anbrüchigen Laubbäumen (Buche, Apfel, Kirsche, Weide, Pappel, u.a.). In Deutschland liegen aktuelle Meldungen aus Baden, Hessen, der Pfalz und Brandenburg vor. Megopis scabricornis ist in Deutschland als vom Aussterben bedroht (RL 1) eingestuft und nach BNatSchG streng geschützt.
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28.06.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Erstfund von Acylophorus glaberrimus bei Minfeld im Bienwald (Rheinland-Pfalz)
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Am 28.06.2009 konnten 2 Exemplare des Kurzflügelkäfers Acylophorus glaberrimus an einem Teich bei Minfeld im Bienwald nachgewiesen werden. Die 6–7 mm lange Art weist charakteristisch gekniete Fühler auf und unterscheidet sich von dem nahe verwandten A. wagenschieberi durch ein kürzeres Fühlerschaftglied, rote Knie und Tarsen und ein rötlich aufgehelltes fünftes Tergit. Sie ist ein Deutschland aus mehreren Bundesländern nachgewiesen und als gefährdet (RL 3) eingestuft. Der vorliegende Nachweis stellt den Erstfund für die Pfalz dar.
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27.06.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Erstfund von Aphodius scrutator bei Minfeld im Bienwald (Rheinland-Pfalz)
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Am 27.06.2009 konnten insgesamt sechs Exemplare des sehr seltenen Dungkäfers Aphodius scrutator auf einer Rinderweide bei Minfeld im Bienwald nachgewiesen werden. Die Tiere wurden einzeln in angetrocknetem Rinderdung gefunden. Nach Horion (1958) ist A. scrutator eine ponto-mediterrane Art. Aktuelle Nachweise gibt es nur aus Bayern und vom Kaiserstuhl in Baden (Geis). Der Fund stellt somit den Erstfund für die Pfalz dar. Die stenotope, thermophile Art ist für Deutschland als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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27.06.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Beobachtung von Abax carinatus im Bienwald bei Scheibenhardt
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Am 27.06.2009 konnten insgesamt 3 Exemplare des Laufkäfers Abax carinatus im Bienwald bei Scheibenhardt nachgewiesen werden. Die gedrungene, schwarze Art zeichnet sich wie alle in Deutschland vorkommende Vertreter der Gattung durch ein kielartig erhöhtes 7. Flügeldeckenintervall und das Fehlen von Borstenpunkten auf den Flügeldecken aus. Sie unterscheidet sich durch die stark punktierten Halsschildgruben. In Deutschland wird die feuchtigkeitsliebende Art vor allem in Wäldern und Flussauen gefunden, sie ist als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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25.06.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Beobachtung von Anoxia villosa bei Hockenheim
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Am 25.06.2009 konnten Hunderte von Exemplaren des Scarabaeiden Anoxia villosa beim Schwärmen in der Abenddämmerung nahe Hockenheim beobachtet werden. Die Art kommt in Deutschland nur in den sandigen Gebieten der Rheinebene vor. In den mediterranen Ländern dagegen nimmt Anoxia eine ähnliche Stellung ein wie unser Maikäfer (Melolontha sp.). Anoxia fliegt in Deutschland etwa 4 Wochen später als der Maikäfer, etwa zeitgleich zum Junikäfer (Amphimallon sp.), ist jedoch deutlich größer als Amphimallon und ähnelt Melolontha stark, unterscheidet sich aber durch die dicht behaarte Unterseite und seine 4 (f) bzw. 5 (m) Fühlerlamellen. In Deutschland ist Anoxia als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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20.06.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Nachweis des Bockkäfers Judolia sexmaculata an der Hornisgrinde (Nordschwarzwald)
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Am 20.06.2009 wurden an der Hornisgrinde im nördlichen Schwarzwald auf 1100 m üNN zwei Exemplare des Bockkäfers Judolia sexmaculata nachgewiesen. Die boreomontane Art entwickelt sich in verschiedenen Nadelbäumen (Picea, Abies, Pinus, Larix). Die tagaktiven Käfer werden meist auf Blüten gefunden, insgesamt jedoch eher sporadisch und selten. Aktuelle Funde liegen vor allem aus den Mittelgebirgen Süd- und Mitteldeutschlands vor. Die Art wird als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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13.06.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweis von Phaeochrotes cinctus im Bienwald bei Scheibenhardt
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Am 13.06.2009 konnte ein einzelnes Exemplar des Breitrüsslers Phaeochrotes cinctus im Bienwald bei Scheibenhardt von einem morschen Ast geklopft werden. Die kleine Art (2,0–3,0 mm) lebt an abgestorbenen, verpilzten Ästen diverser Laubbäume (Quercus, Carpinus, Ulmus, Alnus, u.a.) und wird eher selten gefunden. In Deutschland ist die Art als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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06.06.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweise von Rhynchaenus alni am Philippsburger Altrhein
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Zwischen dem 06.06. und dem 17.06.2009 konnte der Springrüssler Rhynchaenus alni mehrfach an Ulmen am Philippsburger Altrhein nachgewiesen werden. Die hübsch gezeichnete, stenotope Art entwickelt sich an Ulme und kann von jungen Ulmen oder von Stockausschlägen älterer Ulmen geklopft werden. Früher kam Rhynchaenus alni in praktisch allen Bundesländern vor, inzwischen liegen aus etlichen nur noch alte (vor 1950 bzw. vor 1900) Fundmeldungen vor. Die Art ist in Deutschland als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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05.06.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Nachweis von Obrium cantharinum am Philippsburger Altrhein
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Am 05.06.2009 konnte ein einzelnes Exemplar des Dunkelbeinigen Flachdeckenbocks Obrium cantharinum an toten Pappelästen in der Nähe des Kernkraftwerks Philippsburg nachgewiesen werden. Der 5–10 mm lange Käfer unterscheidet sich vom ungleich häufigeren Obrium brunneum durch dunkle Schenkel, Schienen und Fühler. Die Art entwickelt sich in Laubhölzern, Pappel wird dabei deutlich bevorzugt. Die Art ist selten (RL 2) und vermutlich nachtaktiv. Sie wird im Freiland selten gefunden, sondern meist durch Auszucht aus den Bruthölzern nachgewiesen.
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28.05.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweis von Clytus lama im Schlierbachtal bei Neuler (Württemberg)
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Am 28.05.2009 konnte ein einzelnes Exemplar des Bockkäfers Clytus lama im Schlierbachtal bei Neuler nachgewiesen werden. Unter den zahlreichen Bockkäfern mit Wespen-Mimikry (u.a. Gattungen Xylotrechus, Clytus, Plagionotus) kann Clytus lama eigentlich nur mit dem ähnlichen und ungleich häufigeren C. arietis verwechselt werden, unterscheidet sich aber von letzterem durch einfarbig gelbbraune, zum Ende unverdickte Fühler. Clytus lama ist eine stenotope, silvicole Art des montanen bis subalpinen Bereichs und wird in Deutschland aktuell aus dem Süden und Osten gemeldet. Die Art ist als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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25.05.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweis des myrmekophilen Histeriden Hetaerius ferrugineus im Lampertheimer Wald
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Am 25.05.2009 konnte ein Exemplar des Histeriden Hetaerius ferrugineus im Lampertheimer Wald (Südhessen) in einem Lasius-Bau nachgewiesen werden. Die sehr kleine (1,5–2,0 mm) Art ist myrmekophil, sie lebt bei verschiedenen Ameisenarten. Die xerothermophile Art wird meist in Ameisennestern an sonnenexponierten Hanglagen gefunden, bevorzugt in Nestern unter Holzstücken, aus denen der Käfer geklopft werden kann. Hetaerius ferrugineus ernährt sich von toten und kranken Ameisen. In Deutschland ist die Art als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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24.05.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Nachweis des Aaskäfers Ablattaria laevigata am Philippsburger Altrhein
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Am 24.05.2009 konnte am Philippsburger Altrhein ein einzelnes Exemplar des Aaskäfers Ablattaria laevigata nachgewiesen werden. Anders als viele Aaskäfer wird Ablattaria laevigata nicht an Tierkadavern gefunden, sondern ist ein spezialisierter Schneckenjäger. Die schwarze Art ist durch den konvex gerundeten Halsschildvorderrand, die nicht abgesetzte Fühlerkeule und die kaum gerippten Flügeldecken gekennzeichnet. In Deutschland ist die Art nur in Wärmegebieten häufiger und ist als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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17.05.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Nachweis des Stachelkäfers Hoshihananomia perlata am Philippsburger Altrhein
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Am 17.05.2009 konnte am Philippsburger Altrhein ein einzelnes Exemplar des Stachelkäfers Hoshihananomia perlata von einer Blüte gekeschert werden. Die bei warmem Wetter recht flüchtige Art entwickelt sich an Birke. Sie ist aktuell aus zahlreichen Bundesländern gemeldet, wird aber nicht sehr häufig gefunden. In Deutschland ist Hoshihananomia perlata als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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10.05.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Nachweis von Euoniticellus fulvus bei Grißheim (Südbaden)
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Am 10.05.2009 konnte ein Exemplar des sehr seltenen Dungkäfers Euoniticellus fulvus bei Grißheim (Südenbaden) an frischem Schafdung nachgewiesen werden. Die ponto-mediterrane Art ist aktuell nur aus Baden und Hessen gemeldet. In Baden sind ältere Funde vom Lilienhof am Kaiserstuhl sowie aus den 90er-Jahren von der Schelinger Viehweide bekannt. Die stenotope, xerothermophile Art bevorzugt frischen, weichen Dung von Pferd, Rind oder Schaf. Sie ist in Deutschland vom Aussterben bedroht (RL 1).
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10.05.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweis von Oberea pupillata bei Grißheim (Südbaden)
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Am 10.05.2009 konnte in den Rheinauen bei Grißheim (Südbaden) ein Exemplar des Bockkäfers Oberea pupillata beobachtet werden. Die stenotope, silvicole Art bevorzugt Waldränder und lichte Stellen in Wäldern. Die Entwicklung erfolgt 2–3–jährig an Heckenkirsche (Lonicera). In Mitteleuropa wird Oberea pupillata nur recht sporadisch und selten gefunden, aus den nördlichen Bundesländern sind keine Funde bekannt (in Deutschland RL 3). Von den anderen Arten der Gattung Oberea unterscheidet sich O. pupillata durch den auffälligen gelben Schildchenfleck auf den Flügeldecken.
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07.05.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Zwei Nachweise des Splintholzkäfers Lyctus pubescens in Nordbaden
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Am 07.05. und am 19.05.2009 konnte auf den Feldern bei Waghäusel bzw. im Bössinger Wald bei Zeutern je ein Exemplar des Splintholzkäfers Lyctus pubescens an Eichenholzklaftern nachgewiesen werden. Wie die meisten Lyctiden entwickelt sich Lyctus pubescens an trockenen Hölzern, die einen gewissen Stärke- und Eiweißgehalt aufweisen. L. pubescens bevorzugt vor allem Eiche. Aus Deutschland wird die Art eher selten gemeldet, z.B. aus Baden (Böhme, 1962), sie ist als vom Aussterben bedroht (RL 1) eingestuft. Von anderen Lyctus-Arten unterscheidet sich L. pubescens durch breit und flach ausgezogene Flügeldeckenspitzen.
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25.04.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweis von Elaphropus sexstriatus am Philippsburger Altrhein
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Am 25.04.2009 konnte ein Exemplar des Laufkäfers Elaphropus sexstriatus auf einem sonnigen Kiesweg am Philippsburger Altrhein nachgewiesen werden. Die kleine Art (2,2–2,7 mm) weist 3 vertiefte Punktstreifen sowie unscharfe rötliche Aufhellungen an den Schultern und am Anfang des letzten Flügeldeckendrittels auf. Die südeuropäische Art ist in Süddeutschland verbreitet (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen) und bevorzugt trockenere Standorte an Fließgewässern. Sie ist als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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25.04.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweise von Phytoecia pustulata am Philippsburger Altrhein
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Vom 25.04. bis zum 24.05.2009 konnte das Schafgarben-Böckchen Phytoecia pustulata mehrfach in der niederen Vegetation des Rheindamms zum Kernkraftwerk Philippsburg nachgewiesen werden. Die zierliche Art zeichnet sich durch einen länglichen, kielartig erhabenen roten Fleck auf dem Halsschild aus. Sie kommt in ganz Europa (ohne den Norden) sowie der Türkei, dem Kaukasus und Kasachstan vor. Die Larven entwickeln sich an verschiedenen Asteraceen wie Scharfgabe (Achillea), Wucherblumen (Tanacetum) und Chrysanthmum-Arten. In Deutschland liegen aktuelle Meldungen aus dem Süden und Osten vor, die Art wird als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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19.04.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweis von Anthicus bimaculatus an einem Baggersee bei Dettenheim
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Am 19.04.2009 konnten zwei Exemplare des Halskäfers Anthicus bimaculatus am Ufer eines Baggersees bei Dettenheim nachgewiesen werden. Die stenotope, psammophile Art wird an sandigen Ufern und an Dünen gefunden, oft an den Wurzeln von Gräsern. In Deutschland ist sie aus zahlreichen Bundesländern aktuell gemeldet, mit Ausnahme des Südostens. Sie ist als gefährdet (RL 3) eingestuft. Aufgrund der Färbung ist Anthicus bimaculatus im Sand nicht leicht zu sehen und wird meist bei geduldiger Beobachtung entdeckt.
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05.04.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Wiederfund von Baris analis für Baden in den Rheinauen bei Oberhausen-Rheinhausen im April 2009
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Am 05.04.2009 konnte ein einzelnes Exemplar der Rüsselkäferart Baris analis im Uferbereich eines kleines Tümpels in der Nähe von Oberhausen-Rheinhausen nachgewiesen werden. Die kleine Art (2,0–3,5 mm) mit der charakteristischen Rotfärbung der Flügeldeckenspitze entwickelt sich am Großen Flohkraut (Pulicaria dysenterica (L.) Bernh.). Der Fund ist der erste Nachweis der Art in Baden nach 1950. Aktuelle Funde aus Deutschland sind nur aus Sachsen-Anhalt bekannt (Behne, 1996).
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29.11.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Nachweis von Limodromus longiventris in der Rheinaue bei Oberhausen-Rheinhausen
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Am 29.11.2008 konnte die Laufkäferart Limodromus longiventris (Gestreckter Enghalsläufer) in einem Exemplar unter einem Holzstück im Winterquartier nachgewiesen werden. In der Rheinaue bei Oberhausen-Rheinhausen (Nähe Philippsburg, Nordbaden) war dies der jüngste von insgesamt 10 Nachweisen zwischen 2004 und 2008. Im zeitigen Frühjahr findet man L. longiventris bevorzugt nachts im unteren Stammbereich von kapitalen Pappeln. L. longiventris ist durchschnittlich etwas größer als der ähnliche und viel häufigere L. assimilis und hat parallelere Flügeldeckenseiten. Die westpaläarktische Art ist bei uns nur sehr lokal zu finden.
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21.09.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Nachweis von Dromius longiceps im Schilfgürtel der Weiher bei Oberhausen-Rheinhausen
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Am 21.09.2008 konnte die Laufkäferart Dromius longiceps (Langköpfiger Rindenläufer) in insgesamt drei Exemplaren im Schilfgürtel der früheren Kiesweiher bei Oberhausen-Rheinhausen (Nähe Philippsburg, Nordbaden) nachgewiesen werden. Dromius longiceps in Nord- und Mitteleuropa verbreitet, aber selten. Die ausgesprochen feuchtigkeitsliebende Art wird in dichten Schilf- und Rohrkolbenbeständen gefunden. Kennzeichnend ist der auffällig langgestreckte Kopf und der ebenfalls gestreckt wirkende Halsschild.
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17.08.2008 (publiziert am 19.02.2009)
Nachweis von Phloiotrya vaudoueri im Heilbronner Wald bei Heilbronn
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Am 17.08.2008 konnte die Düsterkäferart Phloiotrya vaudoueri in einem Exemplar auf einer toten Buche im Heilbronner Wald zwischen Heilbronn und Weinsberg nachgewiesen werden. Die seltene Art ist in West- und Südeuropa sowie im südöstlichen Mitteleuropa verbreitet. Zur Entwicklung ist Phloiotrya vaudoueri auf morsches Holz meist anbrüchiger Eichen angewiesen, selten werden auch andere Laubhölzer angenommen. Die Art ist in Deutschland als stark gefährdet eingestuft (RL 2). Phloiotrya vaudoueri ist nachtaktiv und wird in alten Laubwäldern im Juli und August gefunden.
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19.07.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Nachweis von Notoxus trifasciatus in der Rheinaue bei Speyer
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Am 19.07.2008 gelang in der Rheinaue bei Speyer (Rheinland-Pfalz) der Fund eines einzelnen Exemplars des Schwarzspitzigen Einhornkäfers (Notoxus trifasciatus). Das Tier saß auf einer kleinen Pappel auf einer etwas erhöht liegenden, trockenen Wiese in der Nähe des Rheinufers. Die in Südeuropa und im südlichen Mitteleuropa verbreitete xerophile Art wird viel seltener gefunden als N. monoceros, die häufigste Art der Gattung. Zahlreiche Vertreter der Familie Anthicidae sind bekannt für ihre Canthariphilie: Die Arten fressen an toten Ölkäfern, das aufgenommene giftige Cantharidin schützt sie vor Erbeutung durch Wirbeltiere.
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06.07.2008 (publiziert am 19.02.2009)
Beobachtung des Alpenbocks Rosalia alpina auf gefällten Buchenstämmen bei Bad Urach
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Am 06.07.2008 konnten zahlreiche Exemplare des Alpenbocks Rosalia alpina bei Bad Urach (Baden-Württemberg) beobachtet werden. Der prächtige, blau-schwarz tomentierte Bockkäfer kommt von Spanien bis zum Kaukasus und Ural vor, in Deutschland nur noch an wenigen Standorten auf der Schwäbischen Alb und im Donautal. Er ist in Deutschland als stark gefährdet eingestuft (RL 2) und genießt nach FFH-Richtlinie (92/43/EWG) Arten- und Biotopschutz. Rosalia alpina entwickelt sich 3–4–jährig in sonnenbeschienenem Buchentotholz. Man findet die Käfer von Juli bis September in der collinen Region.
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28.06.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Erster Nachweis von Tarsostenus univittatus in Nordbaden
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Am 28.06.2008 gelang der erste Nachweis des Buntkäfers Tarsostenus univittatus für Nordbaden. Am späten Nachmittag konnten insgesamt vier Exemplare an einem alten Holzklafter in der Nähe von Waghäusel-Wiesental beobachtet werden. Die wärmeliebende, kosmopolitisch vorkommende Art wurde 1962 von Wolf erstmals am Kaiserstuhl für Deutschland nachgewiesen. Seit den 1990er Jahren erfolgten Funde in Südbaden (Geis), der Pfalz (Seiler) und Württemberg (Reibnitz). Tarsostenus univittatus lebt an trockenen Hölzern und Rebschnitt als Verfolger von Splintholzkäfern (Lyctidae).
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23.05.2008 (publiziert am 16.02.2009)
Nachweis von Oenopia impustulata im Bienwald bei Kandel
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Am 23.05.2008 wurden im Naturwaldreservat Stuttpferch im Bienwald bei Kandel (Rheinland-Pfalz) etwas unerwartet fünf Exemplare von Oenopia impustulata nachgewiesen. Die Tiere saßen auf einer jungen Eiche auf einer Waldlichtung. Oenopia impustulata ist ein Verfolger von Blattläusen und wird vor allem Hochmooren gefunden, jüngere Meldungen liegen beispielsweise aus Bayern, Württemberg sowie den nördlichen Bundesländern vor. Es gibt allerdings Hinweise, dass die Art auch gelegentlich in trockenwarmen Sandgebieten gefunden wird, so z.B. im Lampertheimer Wald in Südhessen (Bornholdt, 1994).
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18.05.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Nachweis von Clytus tropicus im Bössinger Wald bei Zeutern (Kraichgau)
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Am 18.05.2008 gelang im Bössinger Wald bei Zeutern im Kraichgau (Nordbaden) der Fund des seltenen Wendekreis-Widderbocks (Clytus tropicus). Das Tier saß auf heruntergebrochenen Kronenästen einer kapitalen Eiche auf einer Lichtung im umgebenden Eichen-Buchen-Hochwald. Die europaweit verbreitete Art wird aufgrund ihrer akrodendrischen Lebensweise und ihrer hohen Ansprüchen an das Habitat nur vergleichsweise selten gefunden. Die 1–2–jährige Entwicklung findet in sonnenexponierten Ästen im Kronenbereich vor allem von Eichen statt. Die Art ist in Deutschland nach BNatSchG besonders geschützt.
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12.05.2008 (publiziert am 19.02.2009)
Nachweis von Acalles aubei in den Wäldern am Drachenfels bei Bad Dürkheim
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Am 12.05.2008 konnte Acalles aubei im Waldstück Saupferch am Drachenfels bei Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) auf dünnen, dürren Buchenzweigen nachgewiesen werden. Mit 3,5–5,5 mm Körperlänge gehört die Art zu den größeren Acalles-Arten. Sie ist vor allem im südlichen Europa von den Pyrenäen bis zum Kaukasus verbreitet. Die Art entwickelt sich verschiedenen Laubhölzern, vor allem Buche und Kastanie. Man findet die Art von Mai bis Oktober durch Abklopfen dünner Äste oder durch Sieben der Laubschicht am Fuß der Bäume. In Deutschland ist Acalles aubei als stark gefährdet eingestuft (RL 2).
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20.04.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Nachweis von Orsodacne lineola im Bössinger Wald bei Zeutern (Kraichgau)
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Am 20.04.2008 gelang im Bössinger Wald bei Zeutern im Kraichgau (Nordbaden) ein Fund des Blattkäfers Orsodacne lineola. Das Tier saß auf einem toten Ast am Waldrand nahe einer Streuobstwiese. Im Gegensatz zur häufigeren Orsodacne cerasi sind Halsschild und Flügeldecken mit feinen weißen Härchen besetzt. Die in Südeuropa und im südlichen Mitteleuropa verbreitete Art entwickelt sich an Weißdorn (Crataegus), Birne (Pirus) und Pflaume (Prunus). Nach Köhler/Klausnitzer (1998) liegen bisher für Baden keine Meldungen vor.
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30.03.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Nachweis von Clitostethus arcuatus im Waldstück Dornhecke bei Bad Schönborn (Nordbaden)
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Am 30.03.2008 konnte im Waldstück Dornhecke bei Bad Schönborn (Nordbaden) ein Exemplar des Marienkäfers Clitostethus arcuatus von Efeu geklopft werden. Die sehr kleine (1,2–1,5 mm) und schön gezeichnete Art ist ein Verfolger von Mottenschildläusen (Aleurodidae). Die Art ist mediterran verbreitet und thermophil, dementsprechend in Deutschland vor allem in Wärmelagen zu finden. Meist findet man nur einzelne oder wenige Exemplare, bei geeigneten Bedingungen können sie jedoch gelegentlich durchaus zahlreich auftreten.
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