Bemerkenswerte Käferfunde aus Deutschland |
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18.07.2010 (publiziert am 23.07.2010)
Nachweis von Vibidia duodecimguttata auf der Friesenheimer Insel in Mannheim
Am 18.07.2010 konnte ein Exemplar des Marienkäfers Vibidia duodecimguttata auf der Friesenheimer Insel beim Klopfen von Sträuchern nachgewiesen werden. V. duodecimguttata ist mit 3-4 mm kleiner als die ähnlichen Calvia- und Halyzia-Arten und die Flecke auf der Scheibe der Flügeldecken sind als Sechseck angeordnet. Die stenotope, thermophile Art ernährt sich von Mehltaupilzen und ist über die gesamte Paläarktis verbreitet. In Deutschland ist V. duodecimguttata als gefährdet eingestuft (RL 3).
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17.07.2010 (publiziert am 23.07.2010)
Nachweis von Aphodius zenkeri im Naturwaldreservat Stuttpferch im Bienwald
Am 16.07.2010 konnte ein Exemplar des Dungkäfers Aphodius zenkeri im Naturwaldreservat Stuttpferch im Bienwald beim Leuchten nachgewiesen werden. Die 4-5 mm große Art zeichnet sich durch die auffällige Punktierung der Flügeldecken und ihren rötlichen Kopfschild aus. Sie wird vor allem an Wildlosung, seltener an Pferdedung gefunden. Sie ist in Deutschland nicht gefährdet. Aktuelle Meldungen liegen aus zahlreichen Bundesländern vor, allerdings wird A. zenkeri stets vereinzelt und selten gefunden.
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16.07.2010 (publiziert am 17.07.2010)
Nachweis von Benibotarus taygetanus im Bienwald bei Büchelberg
Am 16.07.2010 konnte ein einzelnes Exemplar des sehr seltenen Rotdeckenkäfers Benibotarus taygetanus im Bienwald bei Büchelberg beim Leuchten nachgewiesen werden. Vom häufigen Dictyopterus aurora kann die Art durch die zwei starken, gebogenen Rippen der Flügeldecken und die gelbe Spitze des 11. Fühlerglieds unterschieden werden. Die stenotope, silvicole Art kommt in Mittel- und Teilen Osteuropas vor. In Deutschland ist sie vom Aussterben bedroht (RL 1).
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10.07.2010 (publiziert am 17.07.2010)
Nachweis von Abdera affinis im Bienwald bei Büchelberg
Am 10.07.2010 konnte ein Exemplar der Melandryidae Abdera affinis im Bienwald bei Büchelberg beim Leuchten nachgewiesen werden. Die stenotope, 2,5-3,5 mm große Art entwickelt sich an Baumpilzen, vor allem am Erlenschillerporling (Inonotus radiatus). Sie ist von Spanien über Mittel- und Nordeuropa bis Nordrußland verbreitet, fehlt jedoch auf dem Balkan und in Südosteuropa. In Deutschland ist die Art praktisch überall gemeldet, jedoch sporadisch und selten (RL 2).
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09.07.2010 (publiziert am 10.07.2010)
Nachweis von Agrilus hyperici im Lampertheimer Wald (Südhessen)
Am 09.07.2010 konnten im Lampertheimer Wald vier Exemplare des Prachtkäfers Agrilus hyperici von ihrer Wirtspflanze Johanniskraut (Hypericum perforatum) gekeschert werden. Die kleine, 3,5-6 mm lange Art ist in Süd- und Mitteleuropa verbreitet, von Spanien bis Kleinasien und Griechenland. In Deutschland findet man die thermophile Art in Wärmegebieten, sie erreicht in Mitteldeutschland die Nordgrenze ihres Verbreitungsgebiets und ist als gefährdet eingestuft (RL 3).
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07.07.2010 (publiziert am 10.07.2010)
Nachweis von Allecula rhenana in der Unteren Lußhardt bei Kirrlach
Am 07.07.2010 konnten in der Unteren Lußhardt bei Kirrlach zahlreiche Exemplare von Allecula rhenana an einer alten Buche beobachtet werden. Die stenotope, xylodetriticole Art ist von Mittel- bis Südosteuropa verbreitet und kommt in alten Wäldern vor. Man findet die dämmerungs- und nachtaktive Art an alten Laubbäumen mit Stammhöhlungen, vor allem Buche, Eiche und Ahorn. Von der häufigeren A. morio kann man sie gut durch die Halsschildform unterscheiden. In Deutschland ist A. rhenana stark gefährdet (RL 2).
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04.07.2010 (publiziert am 10.07.2010)
Nachweis von Harpalus melancholicus im Lampertheimer Wald (Südhessen)
Am 04.07.2010 konnte ein Exemplar des Laufkäfers Harpalus melancholicus im Lampertheimer Wald auf einer sandigen Fläche nachgewiesen werden. Die stenotope, psammophile Art ist vom Mittelmeerraum über das südliche Nordeuropa, den Balkan und Kleinasien bis in den Iran und Mittelasien verbreitet. Man findet die Art auf Sandboden, Küstendünen oder Ruderalstandorten. In Deutschland ist H. melancholicus stark gefährdet (RL 2).
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03.07.2010 (publiziert am 03.07.2010)
Nachweis von Reesa vespulae bei Flörsheim-Dalsheim
Am 03.07.2010 konnte ein einzelnes Exemplar des Nordamerikanischen Wespenkäfers Reesa vespulae an der Bahnlinie nahe Flörsheim-Dalsheim von der niederen Vegetation gestreift werden. Die kleine, 2,8-3,8 mm lange Art stammt ursprünglich aus Nordamerika ernährt sich von toten Insekten in Wespen- und Bienennestern. Seit den 1960er Jahren hat sie sich in Europa ausgebreitet. In Museen und Vorratslagern kann die Art wie andere Vertreter der Familie schädlich werden.
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01.07.2010 (publiziert am 03.07.2010)
Nachweis von Otiorhynchus smreczynskii auf der Friesenheimer Insel in Mannheim
Am 01.07.2010 konnten drei Exemplare des Rüsslers Otiorhynchus smreczynskii auf der Friesenheimer Insel in Mannheim unter am Boden aufliegenden Blättern von Lonicera sp. gefunden werden. Die ursprünglich östlich verbreitete Art dringt derzeit nach Mitteleuropa vor und ist mittlerweile auch in Süddeutschland vorhanden. Sie entwickelt sich an Liguster und Flieder. Durch den gedrungenen Körperbau, die Behaarung der Flügeldecken und den mehrspitzigen Vorderschenkelzahn ist die Art mit etwas Übung leicht zu erkennen.
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27.06.2010 (publiziert am 03.07.2010)
Nachweis von Abdera quadrifasciata am Heimberg bei Waldböckelheim
Am 27.06.2010 konnte ein Exemplar von Abdera quadrifasciata (Familie Melandryidae) vom verpilzten Ast einer toten Eiche geklopft werden. Die wärmeliebende Art kommt von West- bis Osteuropa vor, in Deutschland erreicht sie die Nordgrenze ihrer Verbreitung. Sie entwickelt sich an verpilzten Ästen verschiedener Laubbäume, meist Eiche, aber auch Buche, Hainbuche und Hasel. In Deutschland ist A. quadrifasciata gefährdet (RL 3).
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26.06.2010 (publiziert am 03.07.2010)
Nachweis von Anthaxia fulgurans in der Grißheimer Trockenaue
Am 26.06.2010 konnten zwei Exemplare des Prachtkäfers Anthaxia fulgurans (Familie Buprestidae) in der Grißheimer Trockenaue auf blühender Schafgarbe nachgewiesen werden. Die 4-7 mm große, wärmeliebende Art kommt von Nordostspanien über das südliche Mitteleuropa bis Syrien und in der Ukraine vor und entwickelt sich in Baumrosaceen. Von den ähnlichen Arten A. podolica, A. salicis und A. suzannae kann man sie durch tief eingedrückte Punkte an der Flügeldeckenspitze unterscheiden. A. fulgurans ist in Deutschland vom Aussterben bedroht (RL 1).
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26.06.2010 (publiziert am 03.07.2010)
Nachweis von Rhyncolus reflexus in der Grißheimer Trockenaue
Am 26.06.2010 konnten drei Exemplare des Rüsslers Rhyncolus relexus (Familie Curculionidae) in der Grißheimer Trockenaue aus dem Mulm einer stammhohlen Pappel gesiebt werden. Die nur 2,5-3 mm lange Art entwickelt sich in faulem Holz von Laubbäumen, vor allem Rosskastanie. Sie ist durch den verflachten Seitenrand der Flügeldeckenspitze von den anderen Vertretern der Unterfamilie zu unterscheiden. In Deutschland ist R. reflexus stark gefährdet (RL 2).
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20.06.2010 (publiziert am 22.06.2010)
Nachweis von Bryaxis collaris im Schlierbachtal bei Neuler (Württemberg)
Am 20.06.2010 konnte ein einzelnes Exemplar des Palpenkäfers Bryaxis collaris (Familie Pselaphidae) im Schlierbachtal bei Neuler (430 m ü. NN) nachgewiesen werden. Das Tier wurde in einem Fichtenwald am Rand des Schlierbachs aus alten Tannenzapfen gesiebt. Die kleine, nur 1,3-1,45 mm große Art ist im männlichen Geschlecht am auffälligen Fühlerbau gut zu erkennen. Sie lebt räuberisch und ernährt sich von Milben. Aktuelle Nachweise liegen nur aus der Südhälfte Deutschlands vor, B. collaris ist stark gefährdet (RL 2).
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13.06.2010 (publiziert am 15.06.2010)
Nachweis von Cylindromorphus filum am Heimberg bei Waldböckelheim
Am 13.06.2010 konnten mehrere Exemplare des Prachtkäfers Cylindromorphus filum (Familie Buprestidae) am trockenwarmen Südhang des Heimberg bei Waldböckelheim aus der Krautschicht gekeschert werden. Die kleine (3,2-5 mm) und schlanke Art entwickelt sich an Gräsern und bevorzugt xerotherme Habitate, z.B. Steppenheiden, Trockenrasen oder Weinbergsbrachen. Sie ist südosteuropäisch verbreitet in Deutschland nur aus wenigen Bundesländern gemeldet. In Deutschland stark gefährdet (RL 2).
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13.06.2010 (publiziert am 15.06.2010)
Nachweis von Labidostomis lucida am Heimberg bei Waldböckelheim
Am 13.06.2010 konnten zwei Exemplare von Labidostomis lucida (Familie Chrysomelidae) auf einer verkrauteten Wiese am Südhang des Heimbergs nachgewiesen werden. Die xerothermophile Art bevorzugt Wärmehänge und Weinbergsbrachen als Habitat. Sie entwickelt sich polyphag an verschiedenen Kräutern. Von anderen Arten der Gattung unterscheidet sich L. lucida durch den weitläufig punktierten Halsschild und die langen Fühler. In Deutschland liegen aktuelle Nachweise aus wenigen Bundesländern vor, die Art ist stark gefährdet (RL 2).
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12.06.2010 (publiziert am 15.06.2010)
Nachweis von Trinodes hirtus im Frankfurter Stadtwald
Am 12.06.2010 konnten zahlreiche Exemplare von Trinodes hirtus (Familie Dermestidae) im Frankfurter Stadtwald nachgewiesen werden. Die nur 1,5-2,5 mm große, unauffällige Art kann in Baumhöhlen in und an Spinnweben gefunden werden, wo sie sich von ausgesogenen Insektenresten ernährt. Trinodes hirtus ist von Europa bis zum Kaukasus sowie in Nordafrika verbreitet und aktuell praktisch aus ganz Deutschland gemeldet. Die Art ist als gefährdet eingestuft (RL 3).
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04.06.2010 (publiziert am 08.06.2010)
Nachweis von Enicmus testaceus im Bienwald nahe der Bienwaldmühle
Am 04.06.2010 konnte ein Exemplar des Moderkäfers Enicmus testaceus (Familie Latridiidae) im Bienwald in der Lauteraue nahe der Bienwaldmühle von einem verpilzten Ast geklopft werden. Die kleine, nur 1,5-2,2 mm große Art fällt durch ihren gedrungenen Körperbau und ihren breit verflachten Halsschildseitenrand auf. Sie entwickelt sich in Staub- und Schleimpilzen, sowie an Baumpilzen an Buche und Weide. Die stenotope Art ist aus den meisten Bundesländern gemeldet, wird aber nur sporadisch gefunden. Sie ist stark gefährdet (RL 2).
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03.06.2010 (publiziert am 08.06.2010)
Nachweis von Selatosomus cruciatus im Bienwald nahe Scheibenhardt
Am 03.06.2010 wurde ein Exemplar des Schnellkäfers Selatosomus cruciatus (Familie Elateridae) von M. Holtkamp im Bienwald am Jakobspfad nahe Scheibenhard in der niederen Vegetation entdeckt. Die attraktive, 10-14 mm große Art kommt von Sibirien über Nord- und Mitteleuropa bis zu den Pyrenäen sowie in Nordamerika vor. Man findet sie im Mai und Juni im Gebüsch an Waldrändern. In Deutschland ist die Art aus zahlreichen Bundesländern gemeldet, wird aber nach Westen seltener und ist als gefährdet eingestuft (RL 3).
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01.06.2010 (publiziert am 02.06.2010)
Nachweis von Otiorhynchus dieckmanni auf der Friesenheimer Insel in Mannheim
Am 01.06.2010 konnten drei Exemplare des Rüsslers Otiorhynchus dieckmanni auf der Friesenheimer Insel in Mannheim von einem Haselstrauch geklopft werden. Die nachtaktive Art ist polyphag und wird an verschiedenen Kräutern und Büschen gefunden. Die Larve ist rhizophag und kann so schädlich werden. Wie auch beim vorliegenden Nachweis wird O. dieckmanni meist synanthrop gefunden, z.B. in Gärten, Parks oder auf bepflanzten Schuttplätzen. Die Art ist aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Schweden gemeldet.
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01.06.2010 (publiziert am 02.06.2010)
Cyrtosus ovalis (Cast., 1836) neu für Deutschland
Am 01.06.2010 konnten drei Exemplare der Malachiidae Cyrtosus ovalis (Cast., 1836) auf der Friesenheimer Insel in Mannheim von der niederen Vegetation geklopft werden, davon zwei Männchen und ein Weibchen. Auf den ersten Blick erinnert die Art an einen Axinotarsus, unterscheidet sich jedoch durch den schlankeren, zur Basis verengten Halsschild. Die stenotope, thermophile Art ist in ganz Italien verbreitet, daneben sind Vorkommen in Österreich und der Schweiz belegt. Der vorliegende Nachweis stellt den Erstfund für Deutschland dar.
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30.05.2010 (publiziert am 30.05.2010)
Nachweis von Lasiotrechus discus in der Rheinaue bei Oberhausen-Rheinhausen
Am 30.05.2010 konnten zwei Exemplare von Lasiotrechus discus in der Rheinaue bei Oberhausen-Rheinhausen an einem Gewässerrand unter einem schweren Baumstamm nachgewiesen werden. Die Art wird meist auf schweren, nassen Böden unter tief eingebetteten Steinen gefunden und lebt möglicherweise subterran in den Gängen von Kleinsäugern. Sie wird regelmäßig aus Hochwassergenist gemeldet und fliegt auch ans Licht. Lasiotrechus discus kommt in allen Bundesländern vor, aber verstreut und selten.
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24.05.2010 (publiziert am 25.05.2010)
Nachweis von Ochina latreillei am Heimberg bei Waldböckelheim
Am 24.05.2010 konnte ein Exemplar des sehr seltenen Anobiiden Ochina latreillei am Heimberg bei Waldböckelheim von einem blühenden Weißdorn geklopft werden. Die kleine (2,5-3,8 mm), stenotope Art entwickelt sich in trockenen, morschen Ästen von Eiche, Ahorn und Ulme, von denen sie im Frühjahr geklopft werden kann. Aus Deutschland sind jüngere Funde nur aus wenigen Wärmegebieten in Baden, dem Rheinland und Hessen bekannt. Ochina latreillei ist in Deutschland vom Aussterben bedroht (RL 1).
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23.05.2010 (publiziert am 25.05.2010)
Nachweis von Ischnodes sanguinicollis in der Grißheimer Trockenaue
Am 23.05.2010 konnten zwei Exemplare des seltenen Schnellkäfers Ischnodes sanguinicollis in der Grißheimer Trockenaue nachgewiesen werden. Die Art entwickelt sich in mulmgefüllten Baumhöhlen mit Bodenkontakt. Die geschlüpfte Imago kann im Winter an Holzstückchen im Mulm gefunden werden. Sie erscheint ab dem Frühjahr und ist nachmittagsaktiv. Die beiden nachgewiesenen Exemplare schwärmten in den warmen Nachmittagsstunden. In Deutschland ist Ischnodes sanguinicollis als vom Aussterben bedroht eingestuft (RL 1).
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21.05.2010 (publiziert am 25.05.2010)
Nachweis von Trox perlatus im Bössinger Wald bei Zeutern (Kraichgau)
Am 21.05.2010 konnte ein Exemplar des Knochenkäfers Trox perlatus (Familie Trogidae) im Bössinger Wald bei Zeutern an einem trockenwarmen Waldrand gefunden werden. Die stenotope, thermophile Art lebt an trockenem Aas, Knochen, Gewölle und Fellen. Sie ist unter den heimischen Trox-Arten leicht durch die glänzenden Höcker auf den Flügeldecken zu erkennen. Trox perlatus kommt nur im Westen Deutschlands vor und ist nicht häufig. In der Roten Liste ist die Art als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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15.05.2010 (publiziert am 15.05.2010)
Nachweis von Attagenus punctatus im Frankfurter Stadtwald
Am 15.05.2010 konnte ein Exemplar des Dermestiden Attagenus punctatus im Frankfurter Stadtwald von einem blühenden Weißdorn geklopft werden. Die kleine, 3,5 bis 5 mm große Art zeichnet sich durch auffällige weiße Schuppenflecke auf dem sonst schwarzen Halsschild und den Flügeldecken aus. Sie entwickelt sich an morschen Eichen- und Hainbuchenstämmen. A. punctatus ist von Mittel- und Südeuropa bis in den Kaukasus verbreitet. In Deutschland wird die Art nicht häufig nachgewiesen und ist als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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08.05.2010 (publiziert am 09.05.2010)
Nachweis von Emus hirtus im Bienwald bei Scheibenhardt
Am 08.05.2010 konnten zwei Exemplare von Emus hirtus im Bienwald bei Scheibenhardt auf einem frischen Rindermisthaufen nachgewiesen werden. E. hirtus ist eine unserer größten und wohl auch attraktivsten Kurzflügler-Arten (Familie Staphylinidae). Man findet die Art an frischem Rinderdung, wo sie und ihre Larven Fliegen und Fliegenmaden nachstellen. Obwohl die Art in Deutschland weit verbreitet ist, wird sie eher selten gefunden und ist in der Roten Liste als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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08.05.2010 (publiziert am 09.05.2010)
Polydrusus sparsus neu für die Pfalz und Wiederfund für Deutschland seit über 100 Jahren
Am 08.05.2010 konnte ein Exemplar des Rüsslers Polydrusus sparsus von Erlen-/Weidengebüsch nahe der Teiche bei Minfeld (Bienwald, Südpfalz) geklopft werden. Die stenotope Art bevorzugt kühle, feuchte Gebiete und entwickelt sich polyphag an Schwarz-Erle (Alnus glutinosa), Bruch- (Salix fragilis) und Korbweide (S. viminalis). Der Nachweis stellt den Erstfund für die Pfalz sowie den Wiederfund für Deutschland seit der Meldung v. Heydens für Hessen (1904) dar. P. sparsus ist derzeit in der Roten Liste für Deutschland als verschollen (RL 0) eingestuft.
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01.05.2010 (publiziert am 02.05.2010)
Nachweis von Hedobia regalis am Philippsburger Altrhein
Am 01.05.2010 konnte ein Exemplar des nicht häufig gefundenen Anobiiden Hedobia regalis in den Philippsburger Altrheinauen nachgewiesen werden. Die Art unterscheidet sich von ihrer häufigeren Schwesterart H. imperialis durch vier feine, aber deutlich sichtbare Rippen auf den Flügeldecken. Die Entwicklung erfolgt in verschiedenen Laubhölzern. Jüngere Nachweise liegen aus den Wärmegebieten Süddeutschlands vor. In Deutschland ist H. regalis als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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18.04.2010 (publiziert am 19.04.2010)
Nachweis von Mycetophagus fulvicollis in der Unteren Lußhardt bei Kirrlach
Am 18.04.2010 wurde in der Unteren Lußhardt zwischen Kirrlach und Reilingen ein Exemplar des im Westen Deutschlands recht selten nachgewiesenen Mycetophagus fulvicollis auf einer umgestürzten toten Buche mit Stammhöhlung gefunden. Die Art entwickelt sich in stark dimensioniertem, stehendem oder liegendem, verpilztem Holz von Buche und Linde. Aus Baden-Württemberg liegen nur ganz wenige Funde vor. Mycetophagus fulvicollis ist in Deutschland als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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17.04.2010 (publiziert am 18.04.2010)
Nachweis von Rhyncaenus lonicerae in der Grißheimer Trockenaue
Am 17.04.2010 wurden in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden) zahlreiche Exemplare des Springrüsslers Rhynchaenus lonicera nachgewiesen. Die stenotope Art entwickelt sich monophag an der Roten Heckenkirsche (Lonicera xylosteum), die in lichten Laubwäldern an halbschattigen Stellen vorkommt. Die kleine (2,5-3,0 mm), recht hübsch gezeichnete Art ist heute aus dem Süden und Südosten Deutschlands gemeldet, vor 1900 kam sie auch in weiten Teilen Westdeutschlands vor. Sie ist in Deutschland als gefährdet eingestuft (RL 3).
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11.03.2010 (publiziert am 15.03.2010)
Auszucht von Orchesia luteipalpis aus Erlenschillerporlingen aus dem Treburer Unterwald bei Mörfelden
Am 07.02.2010 wurden im Treburer Unterwald bei Mörfelden (Südhessen) einige Exemplare des Erlenschillerporlings, eines an anbrüchigen und toten Erlen wachsenden Pilzes eingetragen und bei Zimmertemperatur gelagert. Am 11.03. schlüpfte dann des erste Exemplar der im Freien recht selten gefundenen Melandryidae Orchesia luteipalpis, die sich in diesem Pilz entwickelt. Sie ist durch die zwischen den Augen schmale Stirn und die 4-gliedrige Fühlerkeule gekennzeichnet. In Deutschland ist die Art als stark gefährdet eingestuft (RL 2).
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27.02.2010 (publiziert am 27.02.2010)
Nachweis von Phloiophilus edwardsii im Bössinger Wald bei Zeutern
Am 27.02.2010 wurden im Bössinger Wald bei Zeutern (Kraichgau) zwei Exemplare von Phloiophilus edwardsii (Familie Phloiophilidae) von einem morschen Ast geklopft. Die winteraktive Art wird von Oktober bis März gefunden. Sie entwickelt sich am Pilz Peniophora quercina, der an Eichen vorkommt. In Deutschland liegen aus den meisten Regionen aktuelle Meldungen vor, die Art wird jedoch nur selten nachgewiesen. Sie ist als stark gefährdet eingestuft (RL 2).
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12.09.2009 (publiziert am 13.09.2009)
Nachweis von Claviger testaceus in der Grißheimer Trockenaue
Am 12.09.2009 wurden insgesamt 4 Exemplare des Pselaphiden Claviger testaceus in einem Ameisennest (Lasius sp.) nachgewiesen. Die Art ist hochgradig an das Leben bei Ameisen angepasst und ist außerhalb des Ameisenbaus nicht überlebensfähig. Die Augen sind zurückgebildet. Die Käfer sondern ein bei den Ameisen sehr begehrtes Sekret ab und werden von den Ameisen gefüttert, ernähren sich aber auch von Ameisenlarven. In Deutschland ist Claviger testaceus gefährdet (RL 3).
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16.08.2009 (publiziert am 13.09.2009)
Nachweis von Tropideres albirostris im Staatswald Molzau bei Huttenheim
Am 16.08.2009 wurde ein einzelnes Exemplar des Anthribiden Tropideres albirostris im Staatswald Molzau bei Huttenheim auf einem toten Buchenast gefunden. Die Art entwickelt sich an Eiche, seltener Buche. Neben der weißgezeichneten Nominatform findet man gelegentlich auch gelblich gezeichnete Exemplare (a. quercinus). Tropideres albirostris ist in Deutschland gefährdet (RL 3).
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15.08.2009 (publiziert am 13.09.2009)
Nachweis von Lema cyanella am Philippsburger Altrhein
Am 15.08.2009 wurde ein Exemplar des Blattkäfers Lema cyanella in der Rheinaue bei Philippsburg nachgewiesen. Die Art entwickelt sich an Kratzdistel-Arten (Cirsium sp.). Lema cyanella unterscheidet sich von den ähnlichen Arten der Gattung Oulema durch den in der Mitte eingebuchteten Halsschild. Die Art ist in ganz Deutschland nachgewiesen, wird aber nicht oft gefunden (RL 3).
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14.08.2009 (publiziert am 13.09.2009)
Nachweis von Pteleobius kraatzi am Philippsburger Altrhein
Am 14.08.2009 wurde ein Exemplar des Scolytiden Pteleobius kraatzi in der Rheinaue bei Philippsburg nachgewiesen. Die kleine Art (1,8–2,0 mm) kommt in Deutschland nur im Südwesten vor und entwickelt sich in Ulme. Sie ist als gefährdet eingestuft (RL 3). Von der Schwesterart P. vittatus unterscheidet sie sich durch am Absturz alternierend erhöhte Flügeldeckenzwischenräume.
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12.08.2009 (publiziert am 13.09.2009)
Nachweis von Siagonium quadricorne im Bössinger Wald bei Zeutern im Kraichgau
Am 12.08.2009 wurden zwei Exemplare des Kurzflüglers Siagonium quadricorne im Bössinger Wald bei Zeutern (Kraichgau) beobachtet. Die Art wird meist unter der Rinde von alten Laubbäumen gefunden, selten, aber oft gesellig. Beim Männchen sind die Wangen in vorstehende Hörner verlängert. In Deutschland ist Siagonium quadricorne als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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12.08.2009 (publiziert am 13.09.2009)
Nachweis von Leptura aurulenta im Bössinger Wald bei Zeutern im Kraichgau
Am 12.08.2009 wurde ein Exemplar des Bockkäfers Leptura aurulenta im Bössinger Wald bei Zeutern (Kraichgau) beobachtet. Die Art entwickelt sich in altem Holz verschiedener Laubbäume und zeigt einen deutlichen Sexualdimorphismus. Sie ist aus Südeuropa und dem südlichen Mitteleuropa gemeldet. In Deutschland ist Leptura aurulenta als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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08.08.2009 (publiziert am 08.08.2009)
Nachweis von Agrilus sinuatus am Philippsburger Altrhein
Am 08.08.2009 wurde ein einzelnes Exemplar des Birnbaum-Prachtkäfers Agrilus sinuatus von einem kränkelnden Weißdorn geklopft. Die 4,5–10 mm lange, kupfrig-violett gefärbte Art entwickelt sich in Baumrosaceen, vor allem Birne und Weißdorn, an ersterer kann er auch schädlich werden. Agrilus sinuatus ist in Deutschland weit verbreitet, wird im Freien aber recht selten gefunden, sondern meist durch Auszucht nachgewiesen. In Deutschland ist die Art als nicht gefährdet eingestuft.
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31.07.2009 (publiziert am 02.08.2009)
Nachweis von Thymalus limbatus im Lampertheimer Wald (Südhessen)
Am 31.07.2009 konnten 2 Exemplare des Flachkäfers Thymalus limbatus (Familie Peltidae) nachts an einer verpilzten toten Buche nachgewiesen werden. Die nachtaktive, kupfermetallisch glänzende Art ist 5–7 mm lang und erinnert im Habitus an die Blattkäfer der Gattung Cassida. Die Art ernährt sich von Pilzmyzel und wird in totholzreichen Wäldern der planaren bis montanen Stufe an verpilzten Laub- und Nadelbäumen gefunden, meist einzeln und selten. In Deutschland ist Thymalus limbatus als gefährdet eingestuft (RL 3)
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31.07.2009 (publiziert am 02.08.2009)
Nachweis von Eustrophus dermestoides im Lampertheimer Wald (Südhessen)
Am 31.07.2009 konnte ein einzelnes Exemplar der seltenen Melandryidae Eustrophus dermestoides nachts an einer von Cerambyx cerdo bewohnten Eiche nachgewiesen werden. Die nachtaktive, stenotope Art entwickelt sich am Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) und an verpilztem Holz alter Laubbäume. Eustrophus dermestoides ist 4–5 mm lang und erinnert im Habitus an Speckkäfer der Gattung Dermestes. In Deutschland ist die Art als gefährdet eingestuft (RL 3).
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31.07.2009 (publiziert am 02.08.2009)
Beobachtung von Trichoferus pallidus im Lampertheimer Wald (Südhessen)
Am 31.07.2009 konnte ein einzelnes Exemplar des äußerst seltenen Bockkäfers Trichoferus pallidus beobachtet werden. Erstmals wurde die Art 2004 im Lampertheimer Wald gefunden. Die nachtaktive Art entwickelt sich an absterbenden Eichen, oft in Gesellschaft des Eichenheldbocks Cerambyx cerdo. Die wenigen aktuellen Fundorte der Urwaldrelikt-Art liegen in Baden, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Trichoferus pallidus ist in Deutschland vom Aussterben bedroht (RL 1).
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11.07.2009 (publiziert am 13.07.2009)
Beobachtung von Dicerca berolinensis im Bienwald bei Scheibenhardt
Am 11.07.2009 konnte der Prachtkäfer Dicerca berolinensis im Bienwald bei Scheibenhardt an einer toten, umgebrochenen Buche beobachtet werden. Die eurosibirisch verbreitete Art ist in Deutschland aktuell aus den südlichen Bundesländern und Brandenburg gemeldet. Die Entwicklung erfolgt 3–4–jährig an anbrüchigen oder abgestorbenen Rot- und Hainbuchen im Stamm oder starken Ästen in besonnter Lage. Die Käfer sind tagaktiv und hochgradig thermophil, man findet sie auf den besiedelten Stämmen in der Sonne, wo sie sich bei Annäherung sofort fallen lassen. In Deutschland ist die Art als stark gefährdet (RL 2) eingestuft nach BNatSchG besonders geschützt.
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11.07.2009 (publiziert am 13.07.2009)
Beobachtung von Megopis scabricornis im Bienwald bei Scheibenhardt
Am 11.07.2009 konnte der seltene und kapitale Körnerbock Megopis scabricornis (30–50 mm) im Bienwald bei Scheibenhardt am einer alten, geschädigten Buche beobachtet werden. Die Art kommt in Mittel- und Südeuropa sowie Kleinasien in der planaren Stufe vor. Die dämmerungs- und nachtaktiven Käfer entwickeln sich mehrjährig (>= 3 Jahre) an alten, anbrüchigen Laubbäumen (Buche, Apfel, Kirsche, Weide, Pappel, u.a.). In Deutschland liegen aktuelle Meldungen aus Baden, Hessen, der Pfalz und Brandenburg vor. Megopis scabricornis ist in Deutschland als vom Aussterben bedroht (RL 1) eingestuft und nach BNatSchG streng geschützt.
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28.06.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Erstfund von Acylophorus glaberrimus bei Minfeld im Bienwald (Rheinland-Pfalz)
Am 28.06.2009 konnten 2 Exemplare des Kurzflügelkäfers Acylophorus glaberrimus an einem Teich bei Minfeld im Bienwald nachgewiesen werden. Die 6–7 mm lange Art weist charakteristisch gekniete Fühler auf und unterscheidet sich von dem nahe verwandten A. wagenschieberi durch ein kürzeres Fühlerschaftglied, rote Knie und Tarsen und ein rötlich aufgehelltes fünftes Tergit. Sie ist ein Deutschland aus mehreren Bundesländern nachgewiesen und als gefährdet (RL 3) eingestuft. Der vorliegende Nachweis stellt den Erstfund für die Pfalz dar.
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27.06.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Erstfund von Aphodius scrutator bei Minfeld im Bienwald (Rheinland-Pfalz)
Am 27.06.2009 konnten insgesamt sechs Exemplare des sehr seltenen Dungkäfers Aphodius scrutator auf einer Rinderweide bei Minfeld im Bienwald nachgewiesen werden. Die Tiere wurden einzeln in angetrocknetem Rinderdung gefunden. Nach Horion (1958) ist A. scrutator eine ponto-mediterrane Art. Aktuelle Nachweise gibt es nur aus Bayern und vom Kaiserstuhl in Baden (Geis). Der Fund stellt somit den Erstfund für die Pfalz dar. Die stenotope, thermophile Art ist für Deutschland als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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27.06.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Beobachtung von Abax carinatus im Bienwald bei Scheibenhardt
Am 27.06.2009 konnten insgesamt 3 Exemplare des Laufkäfers Abax carinatus im Bienwald bei Scheibenhardt nachgewiesen werden. Die gedrungene, schwarze Art zeichnet sich wie alle in Deutschland vorkommende Vertreter der Gattung durch ein kielartig erhöhtes 7. Flügeldeckenintervall und das Fehlen von Borstenpunkten auf den Flügeldecken aus. Sie unterscheidet sich durch die stark punktierten Halsschildgruben. In Deutschland wird die feuchtigkeitsliebende Art vor allem in Wäldern und Flussauen gefunden, sie ist als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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25.06.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Beobachtung von Anoxia villosa bei Hockenheim
Am 25.06.2009 konnten Hunderte von Exemplaren des Scarabaeiden Anoxia villosa beim Schwärmen in der Abenddämmerung nahe Hockenheim beobachtet werden. Die Art kommt in Deutschland nur in den sandigen Gebieten der Rheinebene vor. In den mediterranen Ländern dagegen nimmt Anoxia eine ähnliche Stellung ein wie unser Maikäfer (Melolontha sp.). Anoxia fliegt in Deutschland etwa 4 Wochen später als der Maikäfer, etwa zeitgleich zum Junikäfer (Amphimallon sp.), ist jedoch deutlich größer als Amphimallon und ähnelt Melolontha stark, unterscheidet sich aber durch die dicht behaarte Unterseite und seine 4 (f) bzw. 5 (m) Fühlerlamellen. In Deutschland ist Anoxia als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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20.06.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Nachweis des Bockkäfers Judolia sexmaculata an der Hornisgrinde (Nordschwarzwald)
Am 20.06.2009 wurden an der Hornisgrinde im nördlichen Schwarzwald auf 1100 m üNN zwei Exemplare des Bockkäfers Judolia sexmaculata nachgewiesen. Die boreomontane Art entwickelt sich in verschiedenen Nadelbäumen (Picea, Abies, Pinus, Larix). Die tagaktiven Käfer werden meist auf Blüten gefunden, insgesamt jedoch eher sporadisch und selten. Aktuelle Funde liegen vor allem aus den Mittelgebirgen Süd- und Mitteldeutschlands vor. Die Art wird als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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13.06.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweis von Phaeochrotes cinctus im Bienwald bei Scheibenhardt
Am 13.06.2009 konnte ein einzelnes Exemplar des Breitrüsslers Phaeochrotes cinctus im Bienwald bei Scheibenhardt von einem morschen Ast geklopft werden. Die kleine Art (2,0–3,0 mm) lebt an abgestorbenen, verpilzten Ästen diverser Laubbäume (Quercus, Carpinus, Ulmus, Alnus, u.a.) und wird eher selten gefunden. In Deutschland ist die Art als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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06.06.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweise von Rhynchaenus alni am Philippsburger Altrhein
Zwischen dem 06.06. und dem 17.06.2009 konnte der Springrüssler Rhynchaenus alni mehrfach an Ulmen am Philippsburger Altrhein nachgewiesen werden. Die hübsch gezeichnete, stenotope Art entwickelt sich an Ulme und kann von jungen Ulmen oder von Stockausschlägen älterer Ulmen geklopft werden. Früher kam Rhynchaenus alni in praktisch allen Bundesländern vor, inzwischen liegen aus etlichen nur noch alte (vor 1950 bzw. vor 1900) Fundmeldungen vor. Die Art ist in Deutschland als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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05.06.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Nachweis von Obrium cantharinum am Philippsburger Altrhein
Am 05.06.2009 konnte ein einzelnes Exemplar des Dunkelbeinigen Flachdeckenbocks Obrium cantharinum an toten Pappelästen in der Nähe des Kernkraftwerks Philippsburg nachgewiesen werden. Der 5–10 mm lange Käfer unterscheidet sich vom ungleich häufigeren Obrium brunneum durch dunkle Schenkel, Schienen und Fühler. Die Art entwickelt sich in Laubhölzern, Pappel wird dabei deutlich bevorzugt. Die Art ist selten (RL 2) und vermutlich nachtaktiv. Sie wird im Freiland selten gefunden, sondern meist durch Auszucht aus den Bruthölzern nachgewiesen.
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28.05.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweis von Clytus lama im Schlierbachtal bei Neuler (Württemberg)
Am 28.05.2009 konnte ein einzelnes Exemplar des Bockkäfers Clytus lama im Schlierbachtal bei Neuler nachgewiesen werden. Unter den zahlreichen Bockkäfern mit Wespen-Mimikry (u.a. Gattungen Xylotrechus, Clytus, Plagionotus) kann Clytus lama eigentlich nur mit dem ähnlichen und ungleich häufigeren C. arietis verwechselt werden, unterscheidet sich aber von letzterem durch einfarbig gelbbraune, zum Ende unverdickte Fühler. Clytus lama ist eine stenotope, silvicole Art des montanen bis subalpinen Bereichs und wird in Deutschland aktuell aus dem Süden und Osten gemeldet. Die Art ist als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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25.05.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweis des myrmekophilen Histeriden Hetaerius ferrugineus im Lampertheimer Wald
Am 25.05.2009 konnte ein Exemplar des Histeriden Hetaerius ferrugineus im Lampertheimer Wald (Südhessen) in einem Lasius-Bau nachgewiesen werden. Die sehr kleine (1,5–2,0 mm) Art ist myrmekophil, sie lebt bei verschiedenen Ameisenarten. Die xerothermophile Art wird meist in Ameisennestern an sonnenexponierten Hanglagen gefunden, bevorzugt in Nestern unter Holzstücken, aus denen der Käfer geklopft werden kann. Hetaerius ferrugineus ernährt sich von toten und kranken Ameisen. In Deutschland ist die Art als gefährdet (RL 3) eingestuft.
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24.05.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Nachweis des Aaskäfers Ablattaria laevigata am Philippsburger Altrhein
Am 24.05.2009 konnte am Philippsburger Altrhein ein einzelnes Exemplar des Aaskäfers Ablattaria laevigata nachgewiesen werden. Anders als viele Aaskäfer wird Ablattaria laevigata nicht an Tierkadavern gefunden, sondern ist ein spezialisierter Schneckenjäger. Die schwarze Art ist durch den konvex gerundeten Halsschildvorderrand, die nicht abgesetzte Fühlerkeule und die kaum gerippten Flügeldecken gekennzeichnet. In Deutschland ist die Art nur in Wärmegebieten häufiger und ist als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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17.05.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Nachweis des Stachelkäfers Hoshihananomia perlata am Philippsburger Altrhein
Am 17.05.2009 konnte am Philippsburger Altrhein ein einzelnes Exemplar des Stachelkäfers Hoshihananomia perlata von einer Blüte gekeschert werden. Die bei warmem Wetter recht flüchtige Art entwickelt sich an Birke. Sie ist aktuell aus zahlreichen Bundesländern gemeldet, wird aber nicht sehr häufig gefunden. In Deutschland ist Hoshihananomia perlata als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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10.05.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Nachweis von Euoniticellus fulvus bei Grißheim (Südbaden)
Am 10.05.2009 konnte ein Exemplar des sehr seltenen Dungkäfers Euoniticellus fulvus bei Grißheim (Südenbaden) an frischem Schafdung nachgewiesen werden. Die ponto-mediterrane Art ist aktuell nur aus Baden und Hessen gemeldet. In Baden sind ältere Funde vom Lilienhof am Kaiserstuhl sowie aus den 90er-Jahren von der Schelinger Viehweide bekannt. Die stenotope, xerothermophile Art bevorzugt frischen, weichen Dung von Pferd, Rind oder Schaf. Sie ist in Deutschland vom Aussterben bedroht (RL 1).
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10.05.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweis von Oberea pupillata bei Grißheim (Südbaden)
Am 10.05.2009 konnte in den Rheinauen bei Grißheim (Südbaden) ein Exemplar des Bockkäfers Oberea pupillata beobachtet werden. Die stenotope, silvicole Art bevorzugt Waldränder und lichte Stellen in Wäldern. Die Entwicklung erfolgt 2–3–jährig an Heckenkirsche (Lonicera). In Mitteleuropa wird Oberea pupillata nur recht sporadisch und selten gefunden, aus den nördlichen Bundesländern sind keine Funde bekannt (in Deutschland RL 3). Von den anderen Arten der Gattung Oberea unterscheidet sich O. pupillata durch den auffälligen gelben Schildchenfleck auf den Flügeldecken.
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07.05.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Zwei Nachweise des Splintholzkäfers Lyctus pubescens in Nordbaden
Am 07.05. und am 19.05.2009 konnte auf den Feldern bei Waghäusel bzw. im Bössinger Wald bei Zeutern je ein Exemplar des Splintholzkäfers Lyctus pubescens an Eichenholzklaftern nachgewiesen werden. Wie die meisten Lyctiden entwickelt sich Lyctus pubescens an trockenen Hölzern, die einen gewissen Stärke- und Eiweißgehalt aufweisen. L. pubescens bevorzugt vor allem Eiche. Aus Deutschland wird die Art eher selten gemeldet, z.B. aus Baden (Böhme, 1962), sie ist als vom Aussterben bedroht (RL 1) eingestuft. Von anderen Lyctus-Arten unterscheidet sich L. pubescens durch breit und flach ausgezogene Flügeldeckenspitzen.
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25.04.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweis von Elaphropus sexstriatus am Philippsburger Altrhein
Am 25.04.2009 konnte ein Exemplar des Laufkäfers Elaphropus sexstriatus auf einem sonnigen Kiesweg am Philippsburger Altrhein nachgewiesen werden. Die kleine Art (2,2–2,7 mm) weist 3 vertiefte Punktstreifen sowie unscharfe rötliche Aufhellungen an den Schultern und am Anfang des letzten Flügeldeckendrittels auf. Die südeuropäische Art ist in Süddeutschland verbreitet (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen) und bevorzugt trockenere Standorte an Fließgewässern. Sie ist als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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25.04.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweise von Phytoecia pustulata am Philippsburger Altrhein
Vom 25.04. bis zum 24.05.2009 konnte das Schafgarben-Böckchen Phytoecia pustulata mehrfach in der niederen Vegetation des Rheindamms zum Kernkraftwerk Philippsburg nachgewiesen werden. Die zierliche Art zeichnet sich durch einen länglichen, kielartig erhabenen roten Fleck auf dem Halsschild aus. Sie kommt in ganz Europa (ohne den Norden) sowie der Türkei, dem Kaukasus und Kasachstan vor. Die Larven entwickeln sich an verschiedenen Asteraceen wie Scharfgabe (Achillea), Wucherblumen (Tanacetum) und Chrysanthmum-Arten. In Deutschland liegen aktuelle Meldungen aus dem Süden und Osten vor, die Art wird als stark gefährdet (RL 2) eingestuft.
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19.04.2009 (publiziert am 08.07.2009)
Nachweis von Anthicus bimaculatus an einem Baggersee bei Dettenheim
Am 19.04.2009 konnten zwei Exemplare des Halskäfers Anthicus bimaculatus am Ufer eines Baggersees bei Dettenheim nachgewiesen werden. Die stenotope, psammophile Art wird an sandigen Ufern und an Dünen gefunden, oft an den Wurzeln von Gräsern. In Deutschland ist sie aus zahlreichen Bundesländern aktuell gemeldet, mit Ausnahme des Südostens. Sie ist als gefährdet (RL 3) eingestuft. Aufgrund der Färbung ist Anthicus bimaculatus im Sand nicht leicht zu sehen und wird meist bei geduldiger Beobachtung entdeckt.
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05.04.2009 (publiziert am 02.07.2009)
Wiederfund von Baris analis für Baden in den Rheinauen bei Oberhausen-Rheinhausen im April 2009
Am 05.04.2009 konnte ein einzelnes Exemplar der Rüsselkäferart Baris analis im Uferbereich eines kleines Tümpels in der Nähe von Oberhausen-Rheinhausen nachgewiesen werden. Die kleine Art (2,0–3,5 mm) mit der charakteristischen Rotfärbung der Flügeldeckenspitze entwickelt sich am Großen Flohkraut (Pulicaria dysenterica (L.) Bernh.). Der Fund ist der erste Nachweis der Art in Baden nach 1950. Aktuelle Funde aus Deutschland sind nur aus Sachsen-Anhalt bekannt (Behne, 1996).
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29.11.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Nachweis von Limodromus longiventris in der Rheinaue bei Oberhausen-Rheinhausen
Am 29.11.2008 konnte die Laufkäferart Limodromus longiventris (Gestreckter Enghalsläufer) in einem Exemplar unter einem Holzstück im Winterquartier nachgewiesen werden. In der Rheinaue bei Oberhausen-Rheinhausen (Nähe Philippsburg, Nordbaden) war dies der jüngste von insgesamt 10 Nachweisen zwischen 2004 und 2008. Im zeitigen Frühjahr findet man L. longiventris bevorzugt nachts im unteren Stammbereich von kapitalen Pappeln. L. longiventris ist durchschnittlich etwas größer als der ähnliche und viel häufigere L. assimilis und hat parallelere Flügeldeckenseiten. Die westpaläarktische Art ist bei uns nur sehr lokal zu finden.
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21.09.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Nachweis von Dromius longiceps im Schilfgürtel der Weiher bei Oberhausen-Rheinhausen
Am 21.09.2008 konnte die Laufkäferart Dromius longiceps (Langköpfiger Rindenläufer) in insgesamt drei Exemplaren im Schilfgürtel der früheren Kiesweiher bei Oberhausen-Rheinhausen (Nähe Philippsburg, Nordbaden) nachgewiesen werden. Dromius longiceps in Nord- und Mitteleuropa verbreitet, aber selten. Die ausgesprochen feuchtigkeitsliebende Art wird in dichten Schilf- und Rohrkolbenbeständen gefunden. Kennzeichnend ist der auffällig langgestreckte Kopf und der ebenfalls gestreckt wirkende Halsschild.
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17.08.2008 (publiziert am 19.02.2009)
Nachweis von Phloiotrya vaudoueri im Heilbronner Wald bei Heilbronn
Am 17.08.2008 konnte die Düsterkäferart Phloiotrya vaudoueri in einem Exemplar auf einer toten Buche im Heilbronner Wald zwischen Heilbronn und Weinsberg nachgewiesen werden. Die seltene Art ist in West- und Südeuropa sowie im südöstlichen Mitteleuropa verbreitet. Zur Entwicklung ist Phloiotrya vaudoueri auf morsches Holz meist anbrüchiger Eichen angewiesen, selten werden auch andere Laubhölzer angenommen. Die Art ist in Deutschland als stark gefährdet eingestuft (RL 2). Phloiotrya vaudoueri ist nachtaktiv und wird in alten Laubwäldern im Juli und August gefunden.
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19.07.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Nachweis von Notoxus trifasciatus in der Rheinaue bei Speyer
Am 19.07.2008 gelang in der Rheinaue bei Speyer (Rheinland-Pfalz) der Fund eines einzelnen Exemplars des Schwarzspitzigen Einhornkäfers (Notoxus trifasciatus). Das Tier saß auf einer kleinen Pappel auf einer etwas erhöht liegenden, trockenen Wiese in der Nähe des Rheinufers. Die in Südeuropa und im südlichen Mitteleuropa verbreitete xerophile Art wird viel seltener gefunden als N. monoceros, die häufigste Art der Gattung. Zahlreiche Vertreter der Familie Anthicidae sind bekannt für ihre Canthariphilie: Die Arten fressen an toten Ölkäfern, das aufgenommene giftige Cantharidin schützt sie vor Erbeutung durch Wirbeltiere.
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06.07.2008 (publiziert am 19.02.2009)
Beobachtung des Alpenbocks Rosalia alpina auf gefällten Buchenstämmen bei Bad Urach
Am 06.07.2008 konnten zahlreiche Exemplare des Alpenbocks Rosalia alpina bei Bad Urach (Baden-Württemberg) beobachtet werden. Der prächtige, blau-schwarz tomentierte Bockkäfer kommt von Spanien bis zum Kaukasus und Ural vor, in Deutschland nur noch an wenigen Standorten auf der Schwäbischen Alb und im Donautal. Er ist in Deutschland als stark gefährdet eingestuft (RL 2) und genießt nach FFH-Richtlinie (92/43/EWG) Arten- und Biotopschutz. Rosalia alpina entwickelt sich 3–4–jährig in sonnenbeschienenem Buchentotholz. Man findet die Käfer von Juli bis September in der collinen Region.
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28.06.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Erster Nachweis von Tarsostenus univittatus in Nordbaden
Am 28.06.2008 gelang der erste Nachweis des Buntkäfers Tarsostenus univittatus für Nordbaden. Am späten Nachmittag konnten insgesamt vier Exemplare an einem alten Holzklafter in der Nähe von Waghäusel-Wiesental beobachtet werden. Die wärmeliebende, kosmopolitisch vorkommende Art wurde 1962 von Wolf erstmals am Kaiserstuhl für Deutschland nachgewiesen. Seit den 1990er Jahren erfolgten Funde in Südbaden (Geis), der Pfalz (Seiler) und Württemberg (Reibnitz). Tarsostenus univittatus lebt an trockenen Hölzern und Rebschnitt als Verfolger von Splintholzkäfern (Lyctidae).
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23.05.2008 (publiziert am 16.02.2009)
Nachweis von Oenopia impustulata im Bienwald bei Kandel
Am 23.05.2008 wurden im Naturwaldreservat Stuttpferch im Bienwald bei Kandel (Rheinland-Pfalz) etwas unerwartet fünf Exemplare von Oenopia impustulata nachgewiesen. Die Tiere saßen auf einer jungen Eiche auf einer Waldlichtung. Oenopia impustulata ist ein Verfolger von Blattläusen und wird vor allem Hochmooren gefunden, jüngere Meldungen liegen beispielsweise aus Bayern, Württemberg sowie den nördlichen Bundesländern vor. Es gibt allerdings Hinweise, dass die Art auch gelegentlich in trockenwarmen Sandgebieten gefunden wird, so z.B. im Lampertheimer Wald in Südhessen (Bornholdt, 1994).
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18.05.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Nachweis von Clytus tropicus im Bössinger Wald bei Zeutern (Kraichgau)
Am 18.05.2008 gelang im Bössinger Wald bei Zeutern im Kraichgau (Nordbaden) der Fund des seltenen Wendekreis-Widderbocks (Clytus tropicus). Das Tier saß auf heruntergebrochenen Kronenästen einer kapitalen Eiche auf einer Lichtung im umgebenden Eichen-Buchen-Hochwald. Die europaweit verbreitete Art wird aufgrund ihrer akrodendrischen Lebensweise und ihrer hohen Ansprüchen an das Habitat nur vergleichsweise selten gefunden. Die 1–2–jährige Entwicklung findet in sonnenexponierten Ästen im Kronenbereich vor allem von Eichen statt. Die Art ist in Deutschland nach BNatSchG besonders geschützt.
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12.05.2008 (publiziert am 19.02.2009)
Nachweis von Acalles aubei in den Wäldern am Drachenfels bei Bad Dürkheim
Am 12.05.2008 konnte Acalles aubei im Waldstück Saupferch am Drachenfels bei Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) auf dünnen, dürren Buchenzweigen nachgewiesen werden. Mit 3,5–5,5 mm Körperlänge gehört die Art zu den größeren Acalles-Arten. Sie ist vor allem im südlichen Europa von den Pyrenäen bis zum Kaukasus verbreitet. Die Art entwickelt sich verschiedenen Laubhölzern, vor allem Buche und Kastanie. Man findet die Art von Mai bis Oktober durch Abklopfen dünner Äste oder durch Sieben der Laubschicht am Fuß der Bäume. In Deutschland ist Acalles aubei als stark gefährdet eingestuft (RL 2).
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20.04.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Nachweis von Orsodacne lineola im Bössinger Wald bei Zeutern (Kraichgau)
Am 20.04.2008 gelang im Bössinger Wald bei Zeutern im Kraichgau (Nordbaden) ein Fund des Blattkäfers Orsodacne lineola. Das Tier saß auf einem toten Ast am Waldrand nahe einer Streuobstwiese. Im Gegensatz zur häufigeren Orsodacne cerasi sind Halsschild und Flügeldecken mit feinen weißen Härchen besetzt. Die in Südeuropa und im südlichen Mitteleuropa verbreitete Art entwickelt sich an Weißdorn (Crataegus), Birne (Pirus) und Pflaume (Prunus). Nach Köhler/Klausnitzer (1998) liegen bisher für Baden keine Meldungen vor.
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30.03.2008 (publiziert am 14.02.2009)
Nachweis von Clitostethus arcuatus im Waldstück Dornhecke bei Bad Schönborn (Nordbaden)
Am 30.03.2008 konnte im Waldstück Dornhecke bei Bad Schönborn (Nordbaden) ein Exemplar des Marienkäfers Clitostethus arcuatus von Efeu geklopft werden. Die sehr kleine (1,2–1,5 mm) und schön gezeichnete Art ist ein Verfolger von Mottenschildläusen (Aleurodidae). Die Art ist mediterran verbreitet und thermophil, dementsprechend in Deutschland vor allem in Wärmelagen zu finden. Meist findet man nur einzelne oder wenige Exemplare, bei geeigneten Bedingungen können sie jedoch gelegentlich durchaus zahlreich auftreten.
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