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Bemerkenswerte Käferfunde aus Deutschland

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12.04.2014 (publiziert am 13.04.2014)
Beobachtung von Lixus sanguineus bei Neuleiningen (Vorderpfalz)
Lixus sanguineus
2 
Am 12.04.2014 konnten zahlreiche Exemplare des sehr seltenen Rötlichen Stängelrüsslers Lixus sanguineus (mittlerweile L. angustus) in einem aufgelassenen Kalksteinbruch bei Neuleiningen beobachtet werden. Die Art lebt an Herbst-Löwenzahn (Leontodon autumnalis), Gewöhnlichem Bitterkraut (Picris hieracioides) und Löwenzahn (Taraxacum). Die Tiere liefen bei Sonnenschein lebhaft auf dem offenen Kalkboden zwischen den Wirtspflanzen umher. Die thermophile Art kommt von Mittel- und Osteuropa bis Westasien vor. In Deutschland ist sie nur aus BY, PF und RH gemeldet und vom Aussterben bedroht (RL 1).

12.04.2014 (publiziert am 13.04.2014)
Nachweis von Gymnetron rostellum bei Neuleiningen (Vorderpfalz)
Gymnetron rostellum
3 
Am 12.04.2014 konnten zwei Exemplare des Rüsselkäfers Gymnetron rostellum auf einer Ruderalfläche in einem aufgelassenen Kalksteinbruch bei Neuleiningen nachgewiesen werden. Die nur 1,7-2,2 mm große, xerophile Art entwickelt sich am Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys). G. rostellum ist von Süd- über Mitteleuropa und das südliche Nordeuropa bis zum Kaukasus verbreitet. In Deutschland liegen Nachweise vor allem aus den westlichen Bundesländern vor, insgesamt gilt die Art als selten bis sehr selten (RL 3).

08.06.2013 (publiziert am 09.06.2013)
Beobachtung von Pseudocleonus grammicus bei Waldstetten (Schwäbische Alb)
Pseudocleonus grammicus
2 
Am 08.06.2013 konnte ein einzelnes Exemplar des Gestreiften Steppenrüsslers Pseudocleonus grammicus bei Waldstetten (Schwäbische Alb) beobachtet werden. Die xerothermophile Art lebt auf Kalkmagerrasen an verschiedenen Korbblütlern, vor allem Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea). Sie ist von Mittel- bis Süd- und Osteuropa verbreitet. In Deutschland ist die Art trotz der Häufigkeit ihrer Wirtspflanzen sehr selten und es gibt nur wenige Nachweise. In der Roten Liste (1998) noch als 3 geführt, stufen Rheinheimer/Hassler (2010) Pseudocleonus grammicus als vom Aussterben bedroht (RL 1) ein.

27.05.2013 (publiziert am 28.05.2013)
Nachweis von Psilothrix viridicoeruleus bei Neuleiningen (Vorderpfalz)
Psilothrix viridicoeruleus
3 
Am 27.05.2013 konnten drei Exemplare des Wollhaarkäfers Psilothrix viridicoeruleus bei Neuleiningen nachgewiesen werden. Die stenotope, thermophile Art kommt in Nordafrika, West- und Südeuropa sowie in Kleinasien vor. Während sie in Südengland und Frankreich häufiger ist, liegen in Deutschland aktuelle Nachweise nur aus den westlichen Bundesländern und Bayern vor. Psilothrix viridicoeruleus bevorzugt Wärmehänge und wird meist auf gelben Blüten gefunden, wo sie sich von Pollen ernährt. In Deutschland gilt die Art als stark gefährdet (RL 2).

18.05.2013 (publiziert am 22.05.2013)
Nachweis von Phytoecia icterica bei Neuleiningen (Vorderpfalz)
Phytoecia icterica
6 
Am 18.05.2013 konnten zwei Exemplare des Pastinakböckchens Phytoecia icterica bei Neuleiningen nachgewiesen werden. Die stenotope, xerothermophile Art ist in Europa, Kleinasien und bis zum Kaukasus verbreitet. Sie entwickelt sich an Doldengewächsen, z.B. Pastinak (Pastinaca sativa), Möhre (Daucus carota) und Kleiner Bibernelle (Pimpinella saxifraga). Man findet Tiere an Wärme- und Trockenhängen, auf Kalktriften, auf Steppenheide und an trockenen Feldrainen. In Deutschland fehlt die Art in den nördlichen Bundesländern und gilt als gefährdet (RL 3).

18.05.2013 (publiziert am 22.05.2013)
Nachweis von Blaps lethifera bei Neuleiningen (Vorderpfalz)
Blaps lethifera
4 
Am 18.05.2013 konnte ein Männchen des Ähnlichen Totenkäfers Blaps lethifera bei Neuleiningen unter einem Stein gefunden werden. Die Art ist paläarktisch von Europa über Kleinasien und den Kaukasus bis Sibirien verbreitet sowie nach Nordamerika eingeschleppt. Sie kommt bei uns vor allem synanthrop in warmen Ställen, Kellern und Scheunen vor, jedoch auch im Freiland an Wärmehängen, was den ursprünglich thermophilen Charakter der Art zeigt. Sie ernährt sich von pflanzlichem Detritus. Obwohl in Deutschland als nicht gefährdet eingestuft, sind die Blaps-Arten durch Veränderungen im Siedlungs- und Ackerbau rückläufig.

18.05.2013 (publiziert am 22.05.2013)
Nachweis von Cryptocephalus schaefferi bei Neuleiningen (Vorderpfalz)
Cryptocephalus schaefferi
2 
Am 18.05.2013 konnten ein einzelnes Männchen des Fallkäfers Cryptocephalus schaefferi bei Neuleiningen nachgewiesen werden. Die stenotope, xerothermophile Art kommt in Süd- und Mitteleuropa vor und bevorzugt Wärmestellen. Sie ist polyphag und wird auf Weißdorn (Crataegus), Eiche (Quercus), Hasel (Corylus) und Vogelbeere (Sorbus) gefunden. Die Art weist einen deutlichen Sexualdimorphismus auf. In Deutschland liegen aktuelle Nachweise aus der Südhälfte vor, die Art gilt als stark gefährdet (RL 2).

18.05.2013 (publiziert am 22.05.2013)
Nachweis von Omphalapion buddebergi bei Neuleiningen (Vorderpfalz)
Omphalapion buddebergi
3 
Am 18.05.2013 konnten zwei Exemplare des sehr seltenen Färberkamillen-Spitzmausrüsslers Omphalapion buddebergi bei Neuleiningen nachgewiesen werden. Die in Mittel- und Südosteuropa verbreitete Art entwickelt sich an Färberkamille (Anthemis tinctoria), die in Xerothermhabitaten, wie Mager- und Felsrasen, vorkommt. Von ähnlichen Vertretern der Gattung unterscheidet sich O. buddebergi durch den sehr langen Rüssel und die Skulptur des Halsschildes. In Deutschland ist die Art sehr selten und gilt als stark gefährdet (RL 2).

11.05.2013 (publiziert am 12.05.2013)
Nachweis von Ethelcus denticulatus bei Neuleiningen (Vorderpfalz)
Ethelcus denticulatus
2 
Am 11.05.2013 konnten zwei Exemplare des Braunen Mohnwurzelrüsslers Ethelcus denticulatus in der Krautschicht an einer niedrigen Böschung nachgewiesen werden. Bei uns lebt die Art monophag an Klatschmohn (Papaver rhoeas) und kommt auf warmen Ruderalfluren vor. Trotz der Häufigkeit seiner Wirtspflanze wird die Art sehr selten gefunden. In Deutschland ist die Art stark zurückgegangen und wird aktuell nur noch aus Bayern, Rheinland-Pfalz, vom Nordrhein und aus dem Weser-Ems-Gebiet gemeldet. In der Roten Liste (1998) noch als stark gefährdet (RL 2) geführt, stufen Rheinheimer/Hassler (2010) die Art inzwischen als vom Aussterben bedroht (RL 1) ein.

09.05.2013 (publiziert am 12.05.2013)
Nachweis von Tychius cuprifer bei Neuleiningen (Vorderpfalz)
Tychius cuprifer
1 
Am 09.05.2013 konnte ein Exemplar des Kupfrigen Blütenrüsslers Tychius cuprifer bei Neuleiningen (Vorderpfalz) in der niederen Vegetation gefunden werden. Er lebt am Hasenklee (Trifolium arvense) und vermutlich an weiteren Klee-Arten. Er ist von Nordafrika über Mittel- und Südeuropa bis Zentralasien verbreitet. In Deutschland liegen nur Meldungen aus Baden und der Pfalz vor. In der Roten Liste (1998) noch als vom Aussterben bedroht (RL 1) eingestuft, führen ihn Rheinheimer/Hasler (2010) inzwischen als gefährdet (RL 3).

05.05.2013 (publiziert am 06.05.2013)
Nachweis von Phymatodes pusillus am Felsenberg bei Schloßböckelheim (Nahetal)
Phymatodes pusillus
4 
Am 05.05.2013 konnten zwei Exemplare des Bockkäfers Phymatodes pusillus von einem abgebrochenen, am Boden liegenden Eichenast geklopft werden. Der Fundort lag im Gipfelbereich des Felsenbergs, ein trockenwarmer Eichenwald von mediterranem Charakter. Phymatodes pusillus ist vom südlichen Mitteleuropa (im Norden bis Südschweden) bis zum nördlichen Mittelmeergebiet (Südwest-Frankreich bis Bulgarien, Italien, Sardinien) verbreitet. In Deutschland gilt die Art als stark gefährdet (RL 2) und wird selten nachgewiesen, was vermutlich auch mit der akrodendrischen Lebensweise zusammenhängt.

20.04.2013 (publiziert am 21.04.2013)
Nachweis von Cymindis axillaris am Heimberg bei Waldböckelheim (Nahetal)
Cymindis axillaris
3 
Am 20.04.2013 konnte ein Exemplar des Laufkäfera Cymindis axillaris am Heimberg bei Waldböckelheim nachgewiesen werden. Die xerophile Art kommt von Nordafrika über Spanien bis Polen und Tschechien vor. Sie gilt als Charakterart von Felsfluren und Trockenrasen auf Felsuntergrund und ist ein Kulturflüchter. Die Hauptaktivitätszeit der Käfer erstreckt sich von Herbst bis zum Frühjahr mit einem Maximum im November und Dezember. In Deutschland liegen nur Nachweise aus der Südhälfte vor und die Art gilt als stark gefährdet (RL 2).

20.04.2013 (publiziert am 21.04.2013)
Nachweis von Batrisus formicarius am Heimberg bei Waldböckelheim (Nahetal)
Batrisus formicarius
2 
Am 20.04.2013 konnte ein Exemplar des Palpenkäfers Batrisus formicarius am Heimberg bei Waldböckelheim nachgewiesen werden. Mit 3,1 bis 3,5 mm gehört er zu den größeren Vertretern der Familie. Die stenotope, myrmecophile Art ist in Mittel- und stellenweise Südeuropa verbreitet. Sie lebt in morschem Holz und hohlen Laubbäumen bei Ameisen der Gattung Lasius, vor allem Lasius brunneus. In Deutschland liegen aus allen Regionen mit Ausnahme von Schleswig-Holstein und dem Niederelbegebiet aktuelle Meldungen vor. Die Art gilt nicht als gefährdet, wird aber trotzdem nicht häufig nachgewiesen.

22.07.2012 (publiziert am 02.08.2012)
Nachweis von Lasioderma redtenbacheri am Felsenberg bei Schloßböckelheim (Nahetal)
Lasioderma redtenbacheri
3 
Am 22.07.2012 konnten mehrere Exemplare des Anobiiden Lasioderma redtenbacheri am Felsenberg bei Schloßböckelheim von Skabiosen-Flockenblumen (Centaurea scabiosa) geklopft werden. Die stenotope, xerophile Art ist in Süd- und Mitteleuropa, dem Kaukasus, Kleinasien, dem Nahen Osten und bis Südsibirien verbreitet. Die Entwicklung wurden von Cymorek aufgeklärt, sie erfolgt in den Blütenköpfen der Skabiosen-Flockenblume, die auf Steppenheide, Trockenrasen und an Wärmehängen gedeiht. Meist wird die Art daraus durch Auszucht erhalten, Freilandfunde sind eher selten. In Deutschland ist die Art vom Aussterben bedroht (RL 1).

22.07.2012 (publiziert am 02.08.2012)
Nachweis von Chlorophorus sartor am Felsenberg bei Schloßböckelheim (Nahetal)
Chlorophorus sartor
1 
Am 22.07.2012 konnte ein einzelnes Exemplar des Weißbindigen Widderbocks Chlorophorus sartor auf einer Doldenblüte am Felsenberg bei Schloßböckelheim nachgewiesen werden. Die vier aktuell aus Deutschland gemeldeten Vertreter der Gattung sind allesamt selten bis sehr selten, C. sartor ist noch die relativ häufigste Art. Sie ist in Europa (ohne den Norden), Kleinasien, Kaukasus und im Iran verbreitet, und erreicht im Osten Sibirien. Die Larve entwickelt sich in Laubhölzern (Esskastanie, Robinie, Buche, Eiche, u.a.). Die Imago findet man im Hochsommer auf Blüten (Daucus, Achillea). In Deutschland gilt C. sartor als gefährdet (RL 3).

09.06.2012 (publiziert am 10.06.2012)
Beobachtung von Cylindera arenaria im Kreis Rastatt (Nordbaden)
Cylindera arenaria
3 
Am 09.06.2012 konnten zahlreiche Exemplare des Wiener Sandlaufkäfers Cylindera arenaria viennensis an einem Baggersee im Kreis Rastatt beobachtet werden. Die Tiere hielten sich an einem sonnenexponierten, sandig-schlammigen Flachufer auf und sind extrem flüchtig. C. arenaria ist westpaläarktisch verbreitet von Frankreich bis zum Kaukasus und neigt zur Rassenbildung. In Deutschland kommt nur die Unterart viennensis vor. Nachweise nach 1950 liegen aus Baden, Bayern, Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg vor. Der letzte Nachweis aus Baden stammt aus dem Jahr 1984 (Büche). C. arenaria gilt als vom Aussterben bedroht (RL 1).

09.06.2012 (publiziert am 10.06.2012)
Nachweis von Bembidion argenteolum im Kreis Rastatt (Nordbaden)
Bembidion argenteolum
2 
Am 09.06.2012 konnte ein Exemplar des Silberfleck-Ahlenläufers Bembidion argenteolum an einem Baggersee im Kreis Rastatt nachgewiesen werden. Das Tier fand sich an einem sonnenexponierten, sandigen Flachufer. Die stenotope, psammophile Art ist von Mitteleuropa bis Zentralsibirien verbreitet. Nachweise aus Süddeutschland (BA, WT, BY) fehlten bislang. Der vorliegende Fund stellt somit den Erstnachweis für Baden dar. In Deutschland gilt Bembidion argenteolum als stark gefährdet (RL 2).

08.06.2012 (publiziert am 10.06.2012)
Nachweis von Prionychus melanarius im Bienwald bei Scheibenhardt
Prionychus melanarius
1 
Am 08.06.2012 konnte ein einzelnes Exemplar des Pflanzenkäfers Prionychus melanarius im Bienwald bei Scheibenhardt unter einer Rindenschuppe einer sonnenexponierten, anbrüchigen Buche (Fagus) nachgewiesen werden. Die stenotope, xylobionte Art ist dämmerungs- und nachtaktiv und lebt in alten Wäldern. Von der häufigeren Schwesterart P. ater lässt sie sich durch die geringere Größe und den glänzenderen Halsschild und Flügeldecken unterscheiden. In Deutschland fehlt die Art im Nordwesten und gilt als vom Aussterben bedroht (RL 1).

02.06.2012 (publiziert am 03.06.2012)
Beobachtung von Poecilonota variolosa in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden)
Poecilonota variolosa
1 
Am 02.06.2012 konnte ein Exemplar des Großen Pappelprachtkäfers Poecilonota variolosa in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden) nachgewiesen werden. Der Nachweis erfolgte durch Anflug auf den Autor in der Mittagshitze. P. variolosa ist von Nordafrika über Europa bis Ostsibirien verbreitet und meidet den Einflussbereich des atlantischen Klimas. Sie entwickelt sich in vorgeschädigten Zitterpappeln (Populus tremula) an Trockenstandorten. In Deutschland liegen neuere Meldungen aus Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Baden und jüngst Brandenburg vor. Poecilonota variolosa gilt als stark gefährdet (RL 2).

02.06.2012 (publiziert am 03.06.2012)
Beobachtung von Philonthus rufimanus an einem Baggersee bei Breisach
Philonthus rufimanus
1 
Am 02.06.2012 konnte ein Exemplar des Kurzflüglers Philonthus rufimanus am Ufer eines Baggersees bei Breisach beobachtet werden. Durch ihre roten Vorder- und Mittelbeine und die blauen Flügeldecken ist die Art sehr auffällig. Sie bevorzugt sandig-schottrige Bach- und Flussufer und hält sich zwischen Schotter auf. Die stenotope Art kommt in Süd- und den wärmeren Teilen Mitteleuropas vor, aber verstreut und ist in ihrer Ausbreitung zurückgegangen. In Deutschland liegen aktuelle Meldungen nur noch aus Baden, Hessen und vom Nordrhein vor. P. rufimanus gilt als vom Aussterben bedroht (RL 1).

27.05.2012 (publiziert am 28.05.2012)
Nachweis von Anisoplia villosa am Felsenberg bei Schloßböckelheim
Anisoplia villosa
1 
Am 27.05.2012 konnten zahlreiche Exemplare des Zottigen Getreidekäfers Anisoplia villosa schwärmend am Felsenberg bei Schloßböckelheim beobachtet werden. Die stenotope, thermophile Art hat den Schwerpunkt ihrer Verbreitung im südlichen Westeuropa. In Mitteleuropa sind ihre Vorkommen auf xerotherme Habitate beschränkt. Man findet die Käfer an sonnigen Hängen und trockenen Feldern auf blühenden Gräsern, von deren Staubbeuteln sie sich ernähren. In Deutschland liegen Funde nur aus der Südhälfte vor und die Art gilt als stark gefährdet (RL 2).

27.05.2012 (publiziert am 28.05.2012)
Nachweis von Allandrus undulatus am Felsenberg bei Schloßböckelheim
Allandrus undulatus
1 
Am 27.05.2012 konnten zwei Exemplare des Gewellten Rinden-Breitrüsslers Allandrus undulatus am Felsenberg bei Schloßböckelheim von Rebschnitt geklopft werden. Die stenotope Art kommt von Südeuropa bis zum südlichen Nordeuropa vor und wird vor allem an am Boden liegenden Laubholzreisig gefunden, z.B. von Apfel (Malus), Eiche (Quercus), Buche (Fagus) und anderen. In Deutschland ist A. undulatus aus den meisten Bundesländern gemeldet, wird aber nicht häufig nachgewiesen und gilt als gefährdet (RL 3).

27.05.2012 (publiziert am 28.05.2012)
Nachweis von Chrysolina fuliginosa am Felsenberg bei Schloßböckelheim
Chrysolina fuliginosa
3 
Am 27.05.2012 konnte ein Exemplar des Blattkäfers Chrysolina fuliginosa am Felsenberg bei Schloßböckelheim (Nahetal) nachgewiesen werden. Die Art kommt in Süd- und Mitteleuropa und lebt an Trockenhängen und Weinbergsbrachen. Sie entwickelt sich oligophag an Centaurea-Arten. Von der ähnlichen Schwesterart C. haemoptera kann sie durch den abgesetzten Seitenwulst des Halsschilds und die ungereihte Flügeldecken-Punktierung unterschieden werden. Sie gilt in Deutschland als gefährdet (RL 3).

26.05.2012 (publiziert am 26.05.2012)
Nachweis von Mycetochara flavipes in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden)
Mycetochara flavipes
2 
Am 26.05.2012 konnte ein Exemplar des Pflanzenkäfers Mycetochara flavipes in der Grißheimer Trockenaue in der vermulmten Stammhöhle einer alten Pappel gefunden werden. Die stenotope, mycetophile Art lebt in Laubwäldern und an Waldrändern an verpilzten Stämmen und Stubben von Eiche (Quercus), Buche (Fagus), Rosskastanie (Aesculus), Linde (Tilia), Pappel (Populus) und anderen Laubbäumen. In Deutschland fehlen neue Nachweise in zahlreichen Bundesländern und die Art gilt als stark gefährdet (RL 2).

26.05.2012 (publiziert am 26.05.2012)
Nachweis von Cryptocephalus coryli in der Grißheimer Trockenaue (Südbaden)
Cryptocephalus coryli
1 
Am 26.05.2012 konnte ein Exemplar des Hasel-Fallkäfers Cryptocephalus coryli in der Grißheimer Trockenaue von Gebüsch geklopft werden. Die stenotope, thermophile Art bevorzugt Wärmehänge und warme Waldränder. Sie entwickelt sich an exponiert stehendem Hasel (Corylus) und Birke (Betula). Die Weibchen umhüllen die Eier bei der Ablage mit einer Kotschicht und lassen sie anschließend in die Laubschicht am Boden fallen. Cryptocephalus coryli ist aus fast allen Bundesländern gemeldet, gilt aber als gefährdet (RL 3).


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